Umstieg von Windows: Ich nutze Linux im Job - und vermisse nichts
Wer die IT-Nachrichten aufmerksam verfolgt, hat die Entwicklungen bei Microsoft und Windows sicher bemerkt, vor allem bei der Produkt- und Preispolitik. Wie viele andere Anbieter setzt Microsoft verstärkt auf Abomodelle: Software wie Microsoft Office soll nicht mehr einmalig erworben, sondern im Abo jährlich bezahlt werden – teils verbunden mit deutlichen Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich, wie zuletzt bei Teams oder Copilot .
Problematisch ist das unter anderem für Behörden, die in großem Umfang und langfristig auf Microsoft-Produkte setzen. Denn durch das Abomodell kann Microsoft mittelfristig an der Preisschraube drehen, ohne dass unmittelbar praktikable Alternativen zur Verfügung stehen. Ein weiterer Aspekt ist der Datenschutz. Schon in der Vergangenheit galt Windows etwa wegen gesendeter Telemetriedaten als bedenklich, die aktuellen Entwicklungen verstärken diesen Eindruck, besonders das neue Recall-Feature in Windows 11 ( Test bei Golem.de ). Es erstellt regelmäßig Bildschirmaufnahmen und speichert sie (vorerst noch) lokal, um eine durchsuchbare Verlaufschronik der Nutzeraktivitäten zu ermöglichen. Angesichts dieser jüngsten Entwicklungen lag es für mich nahe, einen Wechsel des Produktivsystems auf Linux erneut ernsthaft in Betracht zu ziehen.