Kunden können Geld sparen

Mit finanziellen Gründen dürfte die Diskrepanz nicht zu erklären sein. Schließlich können Nutzer mit einem eigenen Gerät durchaus Geld sparen. Wer drei Jahre lang für 5 Euro monatlich eine Fritzbox 6490 Cable bei Vodafone mietet, kann sich von den 180 Euro Mietgebühr gleich ein eigenes Gerät kaufen. Bei einer Fritzbox 6430 Cable hat man den Anschaffungspreis schon nach 27 Monaten wieder raus. Bei der neuen 6590 dauert es gut vier Jahre. Auch bei Primacom kostet die Fritzbox 5 Euro im Monat. Bei Unitymedia gibt es weiterhin keine Mietgeräte. Vom Tarif Office Internet & Phone 150 an aufwärts gehört eine Fritzbox 6490 Cable zum Paket dazu.

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Wer bislang nur ein reines Kabelmodem des Providers nutzte und daran seinen eigenen WLAN-Router angeschlossen hat, dürfte durch den Wegfall des Routerzwangs, der streng genommen Modemzwang heißen müsste, hingegen keinen Vorteil haben. Bei Primacom/Tele Columbus gibt es weiterhin das Problem, dass Telefoniedienste nicht unterstützt werden, weil der Standard Cablelabs Packetcable 1.0/1.5 genutzt wird. Die Fritzbox setzt hingegen auf den damit inkompatiblen Standard Packetcable 2.0.

Vodafone macht falsche Angaben

Bis heute behauptet Vodafone auf seinem Produktportal im Internet: "Wichtig: Unsere Telefoniedienste können Sie auf einer Fritz!Box nicht nutzen, wenn Sie sie im Handel erwerben." Das ist natürlich seit genau einem Jahr Unfug. Inwieweit solche Fehlinformation Nutzer davon abgehalten hat, sich ein einen eigenen Kabelrouter zuzulegen, lässt sich natürlich nicht sagen. Vodafone hat zumindest versprochen, diese Passage zu entfernen, nachdem wir das Unternehmen darauf hingewiesen hatten.

Falls das nicht passiert, wäre das langsam ein Fall für die Verbraucherschützer. Deren Bundesverband VZBV zeigte sich auf Anfrage von Golem.de insgesamt zufrieden mit der Umsetzung des Gesetzes. Problematisch sei im Grunde nur die Tatsache, dass manche Provider die Zugangsdaten lediglich den Neukunden geben wollten. Zwar hat das Landgericht Essen im Februar 2017 entschieden, dass der entsprechende Gesetzespassus nicht in diesem Sinne zu verstehen ist. Doch das Urteil galt nur für den verklagten Stadtnetzbetreiber Gelsen-Net.

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Daher weigert sich Unitymedia beharrlich, den Kunden mit älteren Verträgen die Daten herauszugeben. "Für die ganze Breite des historischen Tarif-Portfolios ist das nicht zu leisten, vom Gesetz aber auch nicht gefordert, da die Routerfreiheit verpflichtend nur für Neuverträge gilt", sagte Sprecher Olaf Winter auf Anfrage von Golem.de. Wer einen Vertrag vor dem Jahr 2013 abgeschlossen hat, müsste entweder in einen anderen Tarif wechseln oder Unitymedia verklagen.

Angesichts der Warnungen der Netzbetreiber vor dem Gesetz ist die Umstellung dann doch sehr reibungslos über die Bühne gegangen. "Der Prozess für die Aktivierung ist inzwischen eingeschwungen und funktioniert sehr gut", sagte Vodafone-Sprecherin Heike Koring auf Anfrage von Golem.de. Nach Angaben von Unitymedia treten technische Probleme bei der Einbindung nur bei Geräten auf, die nicht der Spezifikation entsprechen. "Das sind vor allem Geräte, die auf Online-Plattformen erstanden wurden und zuvor als Mietgeräte bei Unitymedia oder anderen Kabelnetz-Providern im Netz angemeldet waren", sagte Winter.

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 Ein Jahr Routerfreiheit: Die Freiheit, die keiner haben willWarten auf noch bessere Geräte 
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sp4rkie 23. Jun 2018

das Technicolor TC4400 ist mittlerweile offiziell in Deutschland erhaeltlich und...

win.ini 07. Aug 2017

Vielen Dank an die Antworten, mehr werden's wohl nicht werden. Ich schätze ich müsste es...

GenXRoad 04. Aug 2017

+1 Den meisten reicht das provider gerät eigentlich auch aus ;)

MojoMC 04. Aug 2017

Bei welchen denn? Nein, ehrlich, die Info wäre mir wichtig. Denn das wäre natürlich die...



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