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EUDI-Wallet und Deutschland-App auf dem Weg

Als drei wichtige Felder hob der Minister die Staatsmodernisierung, die Verwaltungsdigitalisierung und die digitale Souveränität hervor. Der geplante Tech-Stack solle das digitale Rückgrat der digitalen Verwaltung bilden.

Mit Blick auf die geplante Deutschland-App sagte er: "Wir sind gerade sozusagen in einer Erprobungs-, Entwicklungsphase, um einen Prototyp vor einer Beauftragung zu erstellen. Diese App hat mehrere Besonderheiten. Zum einen wird sie zentral zugänglich sein für die Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig wird sie sich innerhalb des dezentralen kommunalen Systems automatisch vernetzen."

Laut Wildberger soll ein Crawler die Beantragungsdokumente aus den Systemen der jeweiligen Kommunen herausziehen. Eine KI unterstütze dann die Nutzer beim Ausfüllen der Dokumente.

Für die geplante EUDI-Wallet hat der Minister bereits das Startdatum festgelegt: den 2. Januar 2027. Im Bundestag sagte Wildberger dazu: "Aktuell ist der Zeitplan absolut intakt. Wir sind auf einem guten Weg, genau das zu schaffen. Da, wo ich herkomme, ist es wichtig, Projekte on time, on budget abzuliefern." Nach seiner Darstellung soll die Wallet zum Jahreswechsel auch in der Lage sein, eine Altersverifikation zu übernehmen.

Mit EUDI-Wallet zum Erfolg verdammt

In einem Seitenhieb auf frühere Bundesregierungen sagte er zudem: "Es ist richtig, dass dieses Land bei der Digitalisierung hinterherhinkt, und ich hätte mir auch gewünscht, dass die Bürgerinnen und Bürger eine solche App bereits seit vielen Jahren haben. Deshalb gehen wir als Bundesregierung jetzt zum ersten Mal diese Dinge an und vor allen Dingen auch anders an." Beim Thema Cybersicherheit monierte Wildberger ebenfalls, dass jüngste Initiativen aus seiner Sicht "viel früher" hätten passieren müssen.

Mit solchen Ansagen setzt er nicht nur seine Mitarbeiter, sondern auch sich selbst unter Druck. Sollte die Regierung beispielsweise die EUDI-Wallet nicht zum Jahreswechsel liefern oder es gravierende Probleme mit der App geben, würde der Misserfolg zu Recht mit seiner Person in Verbindung gebracht werden.

Bis dahin lässt sich noch verschmerzen, dass nach Einschätzung des IT-Branchenverbands Bitkom(öffnet im neuen Fenster) von 221 digitalpolitischen Vorhaben der gesamten Bundesregierung erst 19 abgeschlossen wurden. Immerhin seien schon 118 begonnen worden, so dass 84 Vorhaben noch gestartet werden müssten.

Besser stehe hingegen das Digitalministerium da.


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