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Ein Film über Äpfel: Apple verklagt ukrainischen Regisseur von Apple-Man

Apple hat offenbar Klage gegen einen ukrainischen Filmemacher eingereicht - wegen einer Superheldenparodie namens Apple-Man.
/ Manuel Bauer
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Apple sieht mal wieder seine Markenrechte verletzt. (Bild: Justin Sullivan via Getty Images)
Apple sieht mal wieder seine Markenrechte verletzt. Bild: Justin Sullivan via Getty Images

Der ukrainische Regisseur Vasyl Moskalenko hat sich einen Rechtsstreit mit dem Apple-Konzern eingehandelt. Das zumindest behauptet er in einem aktuellen Clip auf seinem YouTube-Kanal(öffnet im neuen Fenster) . Demnach klagt der iPhone-Hersteller gegen Moskalenkos aktuelles Filmprojekt namens Apple-Man.

Dabei handelt es sich um eine via Kickstarter finanzierte Actionkomödie. Die erzählt die Geschichte des namensgebenden Protagonisten, einem Superhelden, der die Kraft besitzt, Äpfel schweben zu lassen. Abgesehen vom Titel stellt das Werk keinerlei Bezug zum Unternehmen aus Kalifornien her. Das sieht dennoch seine Rechte verletzt.

Wie Moskalenko gegenüber der Website iphoneincanada.ca(öffnet im neuen Fenster) sagte, erreichte ihn während der Postproduktion des Films eine 467 Seiten umfassende Klageschrift. Daraus gehe unter anderem hervor, dass Apple fürchte, wegen der namentlichen Nähe mit dem Film in Verbindung gebracht werden zu können.

US-Patentamt hatte Film schon genehmigt

Laut Moskalenko hat das US-Patentamt seinen Film bereits genehmigt, doch Apple will dagegen Widerspruch einlegen. Der Regisseur fürchtet nun um die Veröffentlichung seines Werks. Sollte Apple an der Klage festhalten, würde der Rechtsstreit das komplette via Crowdfunding gesammelte Budget von 100.000 Euro verschlingen.

Zudem hält Moskalenko es für möglich, dass Apple den Film verbieten lässt. Der Ukrainer fühlt sich von dem US-Konzern schikaniert und verweist darauf, dass es in seiner Komödie um Obst gehe, nicht um Technikprodukte von Apple. Er hofft eigenen Angaben zufolge noch immer darauf, dass sich die Angelegenheit als Missverständnis erweist und von allein aufklärt.

Eine öffentliche Stellungnahme seitens Apple gab es zum Rechtsstreit bislang nicht. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass das Unternehmen seine Markenrechte auf kuriose Weise einklagt. 2020 etwa hatte Apple Klage gegen die Betreiber der App Prepear eingelegt , weil sie für ihre Anwendung ein Birnenlogo verwendeten. Im April 2021 folgte ein ähnlicher Streit mit einem Mineralwasserhersteller.


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