Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Ein falscher Klick genügt: Google warnt vor Schadcode-Attacken auf Chrome-Nutzer

Security-Alert
Die jüngsten Chrome-Updates schließen 230 Sicherheitslücken. Mindestens eine wird schon aktiv ausgenutzt. Anwender sollten zügig patchen.
/ Marc Stöckel
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Durch speziell gestaltete Webseiten kann bei Google Chrome Schadcode zur Ausführung gelangen. (Bild: pexels.com / Leonid Altman)
Durch speziell gestaltete Webseiten kann bei Google Chrome Schadcode zur Ausführung gelangen. Bild: pexels.com / Leonid Altman

Erst vor wenigen Tagen hatte Google in seinem Webbrowser Chrome eine aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke geschlossen. Nun legt der Konzern nochmal nach und adressiert abermals eine Lücke in der Javascript-Engine V8, für die es bereits Hinweise auf eine aktive Ausnutzung gibt. Hinzu kommen weitere 229 gepatchte Schwachstellen. Anwender sollten also zeitnah ihre Webbrowser aktualisieren.

Bei der aktiv ausgenutzten Lücke handelt es sich um CVE-2026-87491(öffnet im neuen Fenster). Laut Beschreibung können Angreifer damit eigenen Code innerhalb der Sandbox des Chrome-Browsers zur Ausführung bringen. Ursache sind mögliche Schreibvorgänge außerhalb vorgegebener Grenzen (Out-of-bounds Write(öffnet im neuen Fenster)) in V8.

Den Angaben zufolge muss ein Angreifer seine Opfer dafür lediglich auf eine speziell gestaltete HTML-Seite locken. Es reicht also ein Klick auf einen Link in einer E-Mail, einer Chatnachricht oder in einem Social-Media-Beitrag aus. Die jeweilige Zielperson muss offenbar auf der Website der Angreifer nichts weiter tun, um die Codeausführung auszulösen.

23.000 US-Dollar an Prämien verteilt

Insgesamt schloss Google mit dem jüngsten Chrome-Update laut Release-Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) 230 Sicherheitslücken. Fünf davon erreichen einen kritischen, 41 einen hohen, 133 einen mittleren und 51 einen niedrigen Schweregrad. Elf Lücken wurden von externen Forschern an Google gemeldet und mit einer Bug-Bounty-Prämie vergütet. Für weitere 20 Einreichungen könnten ebenfalls noch Belohnungen folgen.

Die höchste Ausschüttung, nämlich 5.000 US-Dollar, gab es bisher für die mittelschwere Use-after-free-Lücke CVE-2026-87504(öffnet im neuen Fenster). Eine weitere Lücke wurde mit 3.000 US-Dollar belohnt, drei mit 2.500 US-Dollar (darunter auch CVE-2026-87491), zwei mit 2.000 US-Dollar und der Rest mit geringeren Beträgen. Die Summe aller bisher festgesetzten Prämien beläuft sich auf 23.000 US-Dollar.

Gepatcht wurden die 230 Sicherheitslücken mit den Chrome-Versionen 153.0.8010.36/.37 für Windows und Mac sowie 153.0.8010.36 für Linux. Anwender sollten ihre Browser aktualisieren, um sich vor möglichen Angriffen zu schützen. Auch andere Webbrowser auf Chromium-Basis wie Microsoft Edge, Brave und Vivaldi dürften in Kürze entsprechende Updates erhalten.


Relevante Themen