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Wir haben unseren Cloud-Server um einen Imap-Server erweitert.
Wir haben unseren Cloud-Server um einen Imap-Server erweitert. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Eigene Cloud: E-Mails nach Hause holen

Wir haben unseren Cloud-Server um einen Imap-Server erweitert.
Wir haben unseren Cloud-Server um einen Imap-Server erweitert. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

E-Mails sollten zu Hause aufbewahrt werden und nicht auf den Servern der Provider. Wir erklären die Installation eines eigenen Imap-Servers. Der kann auf unserem Debian-Server laufen, dessen Einrichtung wir bereits beschrieben haben.

Ein eigener Imap-Server zu Hause hat einen wichtigen Vorteil: Wir haben selbst Kontrolle darüber, wer unsere E-Mails lesen kann. Es gibt aber noch weitere Vorzüge, etwa dass unser E-Mail-Server die E-Mails von unseren zahlreichen Konten abholt und zentral sammelt. Dadurch lassen sie sich später besser archivieren. Wir erklären, wie ein solcher Imap-Server unter Debian aufgesetzt werden kann. Als Basis dient der Artikel "Daten nach Hause holen", in dem wir die Installation freier Dropbox-Alternativen beschrieben haben.

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Es gibt aber auch einige Nachteile, die wir nicht verschweigen wollen: Zum einen sollte der Server daheim auch über das Internet erreichbar sein. Dazu brauchen wir eine dynamische Domain und unser Router muss das verschlüsselte Imaps-Protokoll an den Server weiterleiten können. Dazu kommt der Mehraufwand der Pflege, denn mit jedem offenen Port vergrößert sich auch die Angriffsfläche unseres Servers. Zwar befindet sich unser Server hinter der Firewall des Routers, er sollte dennoch stets auf den aktuellen Stand gebracht werden, um Sicherheitslücken zu schließen.

Bewährte Kombination

Wir verwenden eine seit Jahren erprobte Kombination aus Postfix, Dovecot und Fetchmail. Es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten und andere Software, darunter der Imap-Server Courier, der aber etwas komplizierter zu konfigurieren ist. Dafür gibt es zahlreiche How-tos im Internet. Für Einsteiger ist die oben genannte Kombination aber empfehlenswert. Persönliche Erfahrungen haben gezeigt, dass es kaum Probleme gibt, wenn Dovecot einmal läuft. Dieser Imap-Server ist äußerst robust.

Bleibt noch die Frage nach der Sicherheit und der Verschlüsselung. Wir speichern unsere E-Mails in unserem Home-Ordner, den wir wahlweise bei der Einrichtung des Cloud-Servers verschlüsselt haben. Solange das Verzeichnis eingehängt ist und der Server läuft, ist die Partition aber lesbar und muss es auch sein. Dann sind die E-Mails ebenfalls vom Administrator, vom Benutzer und möglichen Einbrechern einzusehen. Ohnehin sollten E-Mails mit kritischem Inhalt lieber mit PGP oder S/Mime im Client verschlüsselt werden. Dann können sie nur vom Empfänger oder vom Nutzer selbst gelesen werden. Für eine verschlüsselte Verbindung zwischen Client und Imap-Server verwenden wir wieder unsere eigenen Zertifikate. Einige Clients lassen sich damit nur mit einem Mehraufwand konfigurieren.

Pakete installieren

Wir beginnen mit der Installation der benötigten Pakete unter Debian 7.0. Dafür melden wir uns mit su als Root an. Zunächst richten wir Postfix mit apt-get install postfix ein. Bei der Abfrage nach der Art der Konfiguration wählen wir Internet mit Smarthost aus, da wir später unsere E-Mails mit Fetchmail abholen wollen. Als Namen für die System-E-Mail tragen wir die dynamische Domain ein, die wir bereits für unseren Cloud-Server gewählt haben. Die Zeile in der nächsten Abfrage nach dem SMTP-Relay-Server lassen wir komplett leer. Damit ist die Konfiguration von Postfix zunächst abgeschlossen.

Mit apt-get install dovecot-imapd installieren wir den Imap-Server Dovecot. Unter Umständen kann es dabei zu einem Fehler kommen, der mehrere Meldungen generiert, darunter Address family not supported by protocol. Demnach ist IPv6 auf dem Server nicht aktiviert. Mit modprobe ipv6 lässt sich das neue Internetprotokoll systemweit aktivieren und die Installation läuft nach einer erneuten Eingabe von apt-get install dovecot-imapd problemlos durch. Damit IPv6 auch nach einem Neustart des Servers wieder automatisch aktiviert wird, geben wir in der Konfigurationsdatei /etc/modules in einer neuen Zeile die Zeichenkette ipv6 ein. Anschließend geben wir noch sudo apt-get -f install ein, um die Konfiguration von IPv6 abzuschließen.

Konfiguration des Imap-Servers 

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archy 20. Okt 2014

Hey, es gibt ein kleines Problem, wenn man fetchmail die emails über imap abholen lässt...

widdermann 30. Jun 2014

Ach und das geht per Brief nicht? Oder Telefon? Oder gar persönlich? DAS Argument zieht...

User_x 27. Jun 2014

ist halt die frage, die man sich sebst stellen muss. will man alles aus der hand geben...

DrFakkamann 27. Jun 2014

Wen zur Hölle interessiert bitte die Ökobilanz? WTF?!

SoniX 24. Jun 2014

Hatte eh ne lange Diskussion mit meinem Provider. Vorallem weil auch nirgendwo steht...



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