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Fetchmail einrichten

Jetzt öffnen wir die Konfigurationsdatei mit nano /etc/fetchmailrc zum Bearbeiten. Zunächst tragen wir an den Anfang die folgenden drei Zeilen ein:

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  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

set postmaster "root"
set bouncemail
set properties ""

Schließlich legen wir fest, wie oft Fetchmail unsere E-Mails abholen soll, wobei die Zahl (hier 300) für die Anzahl der Sekunden steht:

set daemon 300

Jetzt folgt der Abschnitt für unseren Zugang zum E-Mail-Anbieter:

poll pop.gmx.net with proto POP3
user "*E-Mail-Adresse*" there with password "*Passwort*" is *Benutzername_auf_dem_Linux_Server*

Hier werden die Zugangsdaten zu unserem Provider eingetragen. Die Zeichenkette is weist Fetchmail an, die abgeholten E-Mails an den darauffolgenden lokalen Benutzer weiterzuleiten. Mit der neuen Zeile nokeep erteilt Fetchmail den Befehl an den Provider, die abgeholten Mails dort zu löschen. Damit vermeiden wir Doubletten unserer E-Mails.

Verschlüsselung mit Fingerabdruck

Die Zeile ssl leitet die Konfiguration der verschlüsselten Verbindung ein. Jetzt folgt die Zeile mit dem alphanumerischen Fingerprint, den wir vorhin an die Konfigurationsdatei weitergeleitet haben. Sie muss noch angepasst werden und sollte schließlich für GMX folgendermaßen aussehen:

sslfingerprint "8A:B7:78:CF:0D:73:4E:EE:FF:EB:B8:C0:90:7D:46:56"

Den Abschnitt schließen wir mit folgenden Zeilen ab:

sslcertck
sslcertpath /etc/ssl/certs/

Mit dem Befehl

fetchmail -v -a -k -f /etc/fetchmailrc

lässt sich die Konfiguration testen. Klappt alles, werden die ersten Mails vom Provider abgeholt und direkt in Dovecot gespeichert. Nachdem die Einrichtung abgeschlossen ist, kann die Konfigurationsdatei /etc/default/fetchmail noch so angepasst werden, dass Fetchmail als Dienst läuft. Dazu wird der Wert am Schluss der Zeile START_ DAEMON= von no auf yes gesetzt und Fetchmail anschließend mit service fetchmail start gestartet.

Damit sichergestellt ist, dass sämtliche Dienste auch beim nächsten Neustart des Servers automatisch aktiviert werden, geben wir noch die Befehle update-rc.d postfix defaults und update-rc.d dovecot defaults ein.

Vorerst nur abholen

Unser How-to beschränkt sich darauf, unseren Heimserver so zu konfigurieren, dass er E-Mails beim Provider abholt und speichert. Der Versand der E-Mails erfolgt aus dem Client weiterhin direkt über die jeweiligen Provider. Damit umgehen wir zunächst mögliche Probleme mit dem jeweiligen E-Mail-Anbieter. Denn einige Provider können nicht als Mail-Relay eingesetzt werden, vor allem wenn wir eine dynamische Domain verwenden. Damit wollen die Provider den ungehinderten Versand von Spam verhindern.

Es gibt aber noch weitere zahlreiche Zusatzfunktionen, die wir auch zunächst außer Acht gelassen haben, etwa die automatische Sortierung eingehender E-Mails nach Betreff mit Sieve oder die Integration des Antivirenscanners ClamAV. Sie reichen wir in einem späteren Artikel nach, da sie sich auch im Nachhinein konfigurieren lassen. Dort erklären wir dann auch, wie unser Linux-Server für den E-Mail-Versand eingerichtet werden kann.

 Konfiguration des Imap-Servers
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archy 20. Okt 2014

Hey, es gibt ein kleines Problem, wenn man fetchmail die emails über imap abholen lässt...

widdermann 30. Jun 2014

Ach und das geht per Brief nicht? Oder Telefon? Oder gar persönlich? DAS Argument zieht...

User_x 27. Jun 2014

ist halt die frage, die man sich sebst stellen muss. will man alles aus der hand geben...

DrFakkamann 27. Jun 2014

Wen zur Hölle interessiert bitte die Ökobilanz? WTF?!

SoniX 24. Jun 2014

Hatte eh ne lange Diskussion mit meinem Provider. Vorallem weil auch nirgendwo steht...


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