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Der Wahnsinn geht in die zweite Runde

Also schon wieder zurück zu Google. Offenbar gibt es eine neuere Version der App - die AusweisApp2. Diese basiert auch nicht mehr auf Java, sondern auf dem Qt-Framework. Fortschritt! Also erneut installieren, Prozess neu starten. Und siehe da: Ich kann die Smartcard-Funktionen meines Ausweises nutzen, meinen Namen und meinen Wohnort aus dem System auslesen und der Webseite rechtssicher übergeben.

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Und es geht abwärts. Denn weiter unten soll ich Codes vom Kennzeichen eingeben, die nach dem Entfernen der Siegel auftauchen. Diese sehen von der Schriftgröße in etwa so aus wie Menüs auf einem 4K-Display in einem alten Betriebssystem, das keine automatische Skalierung vornimmt. Geschätzte Schriftgröße: 5 Punkt. Lupe raus! Also gebe ich jeweils den ganzen Code ein. Leider falsch. Denn von den jeweils (Kennzeichen vorne und hinten) angezeigten sieben Stellen sollen es dann doch jeweils nur drei sein. Welche, das muss ich mir offenbar selbst ausdenken.

Bei dem ebenfalls einzugebenden Code von der Zulassungsbescheinigung, Teil I, sollen es dann hingegen wieder alle Stellen sein. Kohärenz FTW! Auch das Kennzeichen muss komplett eingegeben werden. Nachdem dann alles eingetragen ist und alle Fehlermeldungen erfolgreich bekämpft sind, klicke ich hoffnungsvoll auf den Weiter-Button. Werde ich gleich meine erste eGovernment-Handlung getätigt haben?

Der Server vom Kraftfahrtbundesamt hat schon Feierabend

Die Antwort ist: nein. Denn irgendwie kann der Server des Kraftfahrzeugbundesamtes nichts mit meinen Daten anfangen. "Datensatz nicht gefunden." Auch zu späteren Zeitpunkten lässt der behördliche Datenspeicher sich nicht erweichen, seine Informationen zu teilen. Eventuell habe ich aber einfach außerhalb der Dienstzeiten des Servers angerufen.

Bleibt also doch nur der analoge Termin bei der Kfz-Zulassungsstelle in Berlin. Denn sind die Codes am Kennzeichen einmal entfernt, dürfen normale Bürgerämter keine Abmeldung mehr vornehmen - weil sie nicht einsehen können, ob der Code eventuell von der Polizei entfernt wurde. Wirklich logisch ist das zwar nicht, aber sei's drum. Im Kfz-Amt erwähne ich die Probleme beim eGovernment.

Die freundliche Sachbearbeiterin erklärt, dass es häufig Probleme mit dem Server gebe. Und dass sie hier noch nie jemanden getroffen habe, der die Abmeldung online erfolgreich hinter sich gebracht habe. Was auch erstaunlich wäre - denn wer online erfolgreich war, dürfte wohl kaum mehr einen Offline-Termin wahrnehmen.

Immerhin habe ich jetzt ein Lesegerät für meinen smarten, smarten Perso und kann eine breite Palette von eGovernment-Dienstleistungen nutzen. Also jetzt nicht wirklich, aber den Punktestand in Flensburg abfragen, das geht. Mangels angemeldetem Auto wird sich da wohl in den kommenden Jahren allerdings nicht viel tun. Aber eventuell beschließt ja die heraufziehende große Koalition eine große eGovernment-Offensive. Nachfrage bei den Bürgern gäbe es ja, wie eine Studie der Initiative D21 zeigt. Dann könnten auch wir Deutschen demnächst so verrückte Dienstleistungen wie den Verkauf eines Autos oder die Ummeldung an eine neue Adresse online erledigen. Man wird ja noch hoffen dürfen.

 eID: Willkommen in der eGovernment-Hölle
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quickcomment 22. Jun 2018

Von wegen sinnfrei. In gut gemachten E-Services stecken enorme Automatisierungspotentiale...

Myxin 18. Jun 2018

..schade wäre ja auch mal lustig gewesen.

Stormking 17. Jun 2018

Immer wieder faszinierend ...

devarni 16. Jun 2018

Gerade aus diesem Grund nutzt kaum jemand den elektronischen Personalausweis. Es gibt...

pommesmatte 11. Jan 2018

Er beginnt seine Arbeit, sobald er das Haus verlässt? Google mal "Pendler". ;)


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