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eID: Vodafone will digitalen Perso auf mehr Smartphones bringen

Die Bundesdruckerei und Vodafone wollen die Daten des digitalen Personalausweises auf der eSIM speichern.
/ Tobias Költzsch
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Der Ausweis auf dem Smartphone (Bild: Vodafone)
Der Ausweis auf dem Smartphone Bild: Vodafone

Vodafone arbeitet zusammen mit der Bundesdruckerei und dem internationalen Konzern Giesecke+Devrient an einer Lösung, den digitalen Personalausweis auf Smartphones zu bringen. Dabei soll der Lösungsansatz(öffnet im neuen Fenster) "auf einer Vielzahl von Smartphone-Modellen" funktionieren und "geräteunabhängig" mit einer "großen Reichweite" sein, wie Vodafone mitteilte.

Anders als die von der Bundesregierung verfolgte Lösung , die zunächst nur auf Samsung-Smartphones funktioniert, will Vodafone mit seinen Partnern die in vielen Smartphones eingebaute eSIM als Speicher für die Daten verwenden. Zahlreiche aktuelle Smartphones haben mittlerweile auch eine eSIM verbaut.

Die Daten sollen einmalig ausgelesen und dezentral, nur für den Nutzer zugänglich, gespeichert werden. Zum Auslesen und Abrufen der Daten wird die PIN notwendig sein. Anschließend können sich Nutzer mit ihrem Smartphone digital ausweisen, wie sie es auch mit dem digitalen Personalausweis machen würden.

Smartphone statt Personalausweis verwenden

Hotel- und Mietwagenbuchungen, Kontoeröffnungen oder Behördengänge könnten so vollständig über das Smartphone erledigt werden. Auch digitale Wohnungs- und Autoschlüssel könnten in der eSIM abgespeichert werden.

Vodafone zufolge ermöglicht die eSIM-Technologie durch "etablierte Sicherheitskonzepte und die Auditierung von Produktions- und Server-Infrastrukturen ein sehr hohes Sicherheitsniveau" . In Zukunft seien aber weitere regulatorische Schritte notwendig, um auch Android- und iOS-Kunden eine europaweite Nutzung zu ermöglichen. Die persönlichen Daten sollen sich dabei unabhängig vom Netzbetreiber speichern lassen.

Fertig ist die Vodafone-Lösung noch nicht: Momentan wird mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Zertifizierung vorbereitet.


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