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eID: Fast die Hälfte der Esten wählt online

Bei der vergangenen Parlamentswahl in Estland haben rund 44 Prozent der Wähler online gewählt. Die Sicherheitslücken der eID-Zertifikate scheinen das Vertrauen der Esten nicht beeinflusst zu haben.

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In Estland und auch in der Hauptstadt Tallinn setzen viele Bürger auf die Onlinewahl.
In Estland und auch in der Hauptstadt Tallinn setzen viele Bürger auf die Onlinewahl. (Bild: Ilya/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Innerhalb der Europäischen Union gilt das vergleichsweise kleine Estland als Musterland für die Digitalisierung von Staat und Verwaltung. Das zeigt sich auch bei den vergangenen Parlamentswahlen, bei denen immerhin rund 44 Prozent der Wähler ihre Stimme über das Online-Wahlverfahren von zu Hause aus abgegeben haben.

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In der offiziellen Wahlstatistik werden diese als Internetwähler bezeichnet. Das zum Wählen eingesetzte System bezeichnet der Staat selbst als "einfach, elegant und sicher". Anders als in anderen Staaten, die elektronisch wählen und dafür auf sogenannte Wahlcomputer setzen, kommt in Estland eine Verbindung aus einer Desktop-Software und einer ID zum Einsatz, die entweder eine Mobil-ID für das Telefon oder die eID-Karte ist.

Die Wähler melden sich über die ID mit einer PIN in der Anwendung an und können dort dann zwischen den Parteien und ihren Kandidaten wählen. Die Anwendung verschlüsselt die getroffene Wahl, was zusätzlich dazu über eine zweite PIN signiert wird. Anschließend wird die Stimme an die Wahlbehörden übertragen. Mittels eines speziell erzeugten QR-Codes können die Wähler ihre Stimmabgabe überprüfen.

Um die Integrität der Wahl sicherzustellen, sollen Wähler nach dem Download der Software unter Windows ein Zertifikat überprüfen und unter MacOS und Linux einen SHA256-Hashwert vergleichen. Dass hier eine ausreichende Anzahl der Wähler diese manuelle Prüfung tatsächlich vornimmt, erscheint wenig wahrscheinlich. Auch die Probleme mit nahezu allen eID-Zertifikaten, die zurückgezogen werden mussten, weil diese fehlerhafte RSA-Schlüssel verwendeten, scheinen das Vertrauen der Esten in die elektronische Verwaltung nicht gedämpft zu haben.



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