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Eichgesetz: Einsatz von Elektrotaxis in Deutschland erleichtert

In Deutschland sollen bald mehr E-Taxis fahren können. Ein kleiner, aber für die Branche wichtiger Schritt ist die Änderung der Mess- und Eichverordnung, die das Bundeskabinett jetzt beschlossen hat. Die erlaubt den Einsatz von E-Autos, die vom Hersteller nicht in der Taxi-Variante angeboten werden.

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Elektrotaxis könnten bald häufiger werden.
Elektrotaxis könnten bald häufiger werden. (Bild: Emanuele/CC BY-SA 2.0/CC-BY 2.0)

Das Bundeskabinett hat eine Änderung der Mess- und Eichverordnung beschlossen, die es erlaubt, mehr E-Taxis in Deutschland einzusetzen. So ist es gestattet, Taxameter und die dazugehörenden sogenannten Wegstreckensignalgeber auch getrennt voneinander in ein Auto einzubauen. Auf diese Weise können Elektroautos, die es vom Hersteller nicht als Taxi gibt, nachgerüstet werden. Bisher war das nicht möglich.

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Bundeswirtschaftsministerin Zypries (SPD) sagte zu der Änderung: "E-Autos sind ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, klimafreundlichen Mobilität. Gerade die große Taxiflotte in Deutschland bietet hier einen wichtigen Hebel."

Taxiunternehmen sollen durch die Änderung die Möglichkeit erhalten, die Elektroautos nachzurüsten. Dazu könne ein Streckenzähler eines beliebigen Herstellers eingebaut werden, der den Vorschriften entspricht. So soll trotzdem sichergestellt werden, dass der Fahrpreis im Taxi korrekt angezeigt wird. Er ist von der Wegstrecke abhängig.

Hybridautos wie der Toyota Prius sind in vielen Städten bereits fest in die Taxiwelt integriert. Toyota bietet sie als Taxiversion an, so dass es hier keine Probleme gab. Auch das kleine Elektroauto Nissan Leaf und die elektrische B-Klasse von Mercedes gibt es als Taxiversion.

Diesel-Fahrverbote drohen

Die Neureglung kommt passend zum Diesel-Gipfel (Nationales Forum Diesel) am heutigen 2. August. Hier will die Automobilindustrie zusammen mit dem Verkehrs- und Umweltministerium sowie Vertretern der betroffenen Bundesländer nach Möglichkeiten suchen, um Diesel-Fahrverbote noch abzuwenden.

Doch bei Autos, die nicht als Taxis angeboten werden wie das Model S von Tesla, gibt es seit dem 1. November 2016 Probleme. Zu diesem Zeitpunkt endete eine Übergangsfrist für eine Regelung in der Eichverordnung für Taxameter. Zeitweilig konnten deshalb keine Autos mehr als Taxis neu zugelassen werden, die von den Herstellern nicht als Taxi angeboten wurden. Hintergrund war der Wunsch des Gesetzgebers, Manipulationen zu verhindern.

Elektrotaxis werden auch in anderen Teilen der Welt eingesetzt

In anderen Ländern werden Elektroautos schon lange als Taxis eingesetzt - beispielsweise in Amsterdam. Ab 2018 wird die Londoner Innenstadt zur Umweltzone, in der nur noch Fahrzeuge mit Niedrigemissionen fahren dürfen. Das betrifft auch die Londoner Taxis. Die London Taxi Company will deshalb im vierten Quartal 2017 das neue Londoner Taxi mit Elektroantrieb und Range Extender vorstellen. Auch Konkurrent Metrocab will ein entsprechendes Auto auf den Markt bringen, um die ab 2018 geltenden Umweltstandards für die Londoner Innenstadt zu erreichen. Alle neu zugelassenen Taxis müssen dann mindestens 50 Kilometer ohne Emissionen zurücklegen können.



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Dwalinn 03. Aug 2017

Also wenn so ein Tesla ca. 50k mehr kostet bei der Anschaffung muss der Prius ja ständig...

anybody 02. Aug 2017

Es geht um ein Verbot des Austauschs/Umrüstung von Halogen auf LED in Fällen wo es keine...

Icestorm 02. Aug 2017

Bislang konnten sie den Markt steuern. Ein Taxi-Fahrzeug ist auch eine Werbung, ob man...


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