EIB: Telefónica bekommt Kredit für LTE- und 5G-Ausbau
Telefónica Deutschland erhält einen Kredit von der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 450 Millionen Euro. Das gab das Unternehmen am 4. Februar 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Dies will der Netzbetreiber für den Aufbau eines 5G-Netzes sowie für die Verdichtung seines LTE-Netzes verwenden.
Das Unternehmen gab zuvor bekannt, ab dem Jahr 2020 mehrere Milliarden Euro in sein Netz zu investieren, 4G werde verdichtet und 5G ab dem ersten Quartal aufgebaut. Der neue Mobilfunkstandard wird bei Telefónica zuerst in den fünf größten deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt verfügbar sein. Bis Ende 2022 sollen insgesamt 16 Millionen Einwohner in 30 Städten 5G im Netz von Telefónica nutzen können.
Großen Nachholbedarf hat Telefónica Deutschland bei LTE, wo Ende des Jahres 2019 die Auflagen der Bundesnetzagentur nicht erreicht wurden. Der LTE-Versorgungsstand von Telefónica sei dramatischer als bei der Deutschen Telekom und Vodafone, nur in Berlin und Bremen werde die Versorgungsauflage erfüllt. Das erklärten die Staatssekretäre Heike Raab (Rheinland-Pfalz) und Jürgen Barke (Saarland) am Rande der Sitzung des Beirats der Bundesnetzagentur Ende Januar 2020. Somit müsse "Telefónica praktisch überall mit Schallgeschwindigkeit" ausbauen.
Das nun abgeschlossene EIB-Darlehen hat eine Laufzeit von acht Jahren. Das Unternehmen wolle seine Netzkapazität in Städten deutlich erhöhen und weiße Flecken auf dem Land schließen, um dort neue Kunden zu gewinnen.
Bereits 2016 finanzierte das Geldinstitut die Konsolidierung des Mobilfunknetzes von Telefónica Deutschland mit einem Darlehen, das an Energieeinsparziele gebunden war. Bereits im Dezember 2019 hatte Telefónica Deutschland einen Konsortialkredit in Höhe von 750 Millionen Euro abgeschlossen.
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