Ehemaliger Lobbyist: Whistleblower der Uber Files enttarnt sich selbst

Der ehemalige EU-Cheflobbyist von Uber hat sich selbst als Whistleblower zu den Uber Files enttarnt: "Wir haben den Menschen eine Lüge verkauft".

Artikel veröffentlicht am , Lennart Mühlenmeier
Uber-Taxi in Nowosibirsk, Russland
Uber-Taxi in Nowosibirsk, Russland (Bild: Viktor Avdeev)

In einem Videointerview mit der britischen Tageszeitung The Guardian hat sich der ehemalige Uber-Cheflobbyist für Europa, den Nahen Osten und Afrika als Whistleblower zu den Uber-Files-Leak bekannt. Als Motiv, mit 124.000 Dokumenten zu der Presse zu gehen, nennt Mark MacGann Gewissensbisse. Die Selbstenttarnung geschah noch am Tag der Veröffentlichung der Uber Files.

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Das Medium beschreibt den 52-jährigen Iren Mark MacGann als Brüssel-Insider, der von 2014 bis 2016 als Seniorlobbyist angestellt gewesen sein soll. Er sagt The Guardian: "Ich bin mitverantwortlich. Ich war derjenige, der mit den Regierungen gesprochen hat, ich war derjenige, der dies in den Medien propagiert hat, ich war derjenige, der den Leuten gesagt hat, dass sie die Regeln ändern sollten, weil die Fahrer davon profitieren würden und die Menschen so viele wirtschaftliche Möglichkeiten bekommen würden."

Uber hat Fehler eingestanden

In einer Stellungnahme sagt Uber zu dem britischen Medium: "Wir verstehen, dass Mark seine jahrelange, unerschütterliche Loyalität zu unserer früheren Führung persönlich bedauert, aber er ist nicht in der Lage, heute glaubwürdig über Uber zu sprechen." Uber hat in Bezug zu den Veröffentlichungen Fehler in der Vergangenheit eingestanden.

Der heutige französische Präsident Emmanuel Macron, in den betroffenen Jahren noch Wirtschaftsminister, stand laut den Uber Files mit Lobbyisten von Uber in engem Kontakt, als Taxifahrer in Frankreich gegen Uber demonstrierten. Uber habe darauf gedrängt, die Regulierung für Taxis zu seinen Gunsten zu ändern. MacGann sagt dazu: "Wir haben den Menschen eine Lüge verkauft."

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Am 11. Juli 2022 veröffentlichte ein internationales Recherchenetzwerk die Uber-Leaks. Aus den geleakten Unterlagen geht laut dem Recherchenetzwerk hervor, dass sich Uber-Führungskräfte mit ranghohen Politikern trafen und diese unter Druck setzten. The Guardian hat das elfminütige Interview mit MacGann auch auf Youtube veröffentlicht.

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berritorre 14. Jul 2022 / Themenstart

Wobei das eben auch auf die Tageszeit ankommt. Bin schon länger nicht mehr mit Uber (oder...

berritorre 14. Jul 2022 / Themenstart

Zum einen gibt es doch immer eine Basis-Gebühr, oder? Die Fahrt um den Block ist ja...

Magroll 13. Jul 2022 / Themenstart

Mich würde echt mal interessieren mit was die Politiker unter Druck setzten... Soooo gro...

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