Ehemaliger Google-Entwickler beteiligt: Chinesisches Start-up etabliert eigene TPU

Das auch als CL Tech bekannte chinesische Start-up Zhonghao Xinying hat einen selbst entwickelten Tensor-Prozessor (Tensor Processing Unit, TPU) erfolgreich am Markt etabliert. Wie die South China Morning Post (SCMP) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll der Chana-Chip des Unternehmens 1,5-mal so schnell sein wie Nvidias A100-Chip.
Obwohl der A100 bereits im Jahr 2020 erschien und Chana somit mehrere Jahre hinter aktuellen Hardwaregenerationen zurückliegt, zeige die Entwicklung die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Firmen, heißt es weiter.
Niedrigerer Energieverbrauch durch verbesserten Fertigungsprozess
Der als General Purpose Tensor Processing Unit (GPTPU) bezeichnete Chip wurde von Yifan Yanggong entwickelt, der zuvor am Design mehrerer TPU-Generationen bei Google arbeitete. Laut SCMP sagte Yanggong, dass die TPU auf keine ausländischen Technologielizenzen angewiesen sei.
Man habe zudem den Energieverbrauch um 75 Prozent reduzieren können, indem ein Herstellungsprozess verwendet wurde, "der eine Größenordnung niedriger ist als der führenden GPU-Chips in Übersee" , so Yanggong.
Mit Taize hat das Unternehmen zudem einen Rechencluster eingeführt, der 1.024 Chana-Chips verbindet und Foundation-Modelle mit Parametern im Billionenbereich unterstützen können soll. Yanggong kündigte außerdem an, dass bereits an der nächsten TPU-Generation gearbeitet werde, nannte aber noch keinen Zeitplan.
Börsengang bis Ende 2026 geplant
Chana befindet sich seit dem Jahr 2023 in der Massenproduktion und verschaffte dem Unternehmen in dem Jahr einen Nettogewinn von 81,3 Millionen Yuan (11,48 Millionen US-Dollar), bei einem Umsatz von 485 Millionen Yuan (68,5 Millionen US-Dollar). Im Jahr 2024 stiegen der Umsatz auf 598 Millionen Yuan (84,46 Millionen US-Dollar) und der Nettogewinn auf 85,9 Millionen Yuan (12,13 Millionen US-Dollar).
Laut einer Leistungsgarantievereinbarung, die mit Investoren abgeschlossen wurde, hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, bis zum Ende des Jahres 2026 an die Börse zu gehen. Laut der SCMP wurde mit den Vorbereitungen für einen Börsengang bereits begonnen.



