Ehemaliger Alibaba-Chef: Jack Ma will Kontrolle von Ant aufgeben

Zwei Jahre nachdem Alibaba-Gründer Jack Ma weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden ist, ist der chinesische Manager aktuell in Europa unterwegs.

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Jack Ma auf einem Bild aus dem Jahr 2018
Jack Ma auf einem Bild aus dem Jahr 2018 (Bild: Reuters)

Jack Ma durfte China für eine Reise durch Europa verlassen. Der Gründer von Alibaba und dem Finanzdienst Ant wurde in einem Restaurant in Österreich gesehen. Und er hat sich an einer niederländischen Universität über nachhaltige Landwirtschaft informiert, wie Bloomberg berichtet. Außerdem hat Ma seine Jacht vor Mallorca geankert.

Ma hatte im Jahr 2020 die chinesischen Behörden kritisiert, nachdem der Börsengang seines Finanzunternehmens Ant vereitelt wurde. Daraufhin verschwand Ma aus der Öffentlichkeit und durfte China offenbar für eine gewisse Zeit nicht verlassen. Ma soll schon vor der jetzigen Europareise aus China ausgereist sein.

Bloomberg zufolge musste Ma zahlreiche Zugeständnisse machen, um der Überwachung der chinesischen Behörden zu entkommen. Nachdem die Behörden den Börsengang von Ant verhindert hatten, wurde das Unternehmen offenbar stark umgebaut.

Ma will Kontrolle von Ant aufgeben

Ant soll den Aufsichtsbehörden in China zudem zu verstehen gegeben haben, dass Ma auf jeglichen Führungsanspruch verzichten würde. Aktuell hält Ma noch 50,52 Prozent der Entscheidungsrechte, soll aber bereit sein, diesen Anteil auf bis zu 8,8 Prozent zu reduzieren. Damit soll das Risiko für den chinesischen Staat reduziert werden.

Mit der Situation vertraute Personen haben Bloomberg gegenüber angemerkt, dass ein Verzicht Mas die Arbeit von Ant nicht nennenswert beeinflussen würde. Ma hält keinen Managementposten inne und soll bereits seit einigen Jahren nicht mehr im Alltagsgeschäft des Unternehmens involviert sein.

Weitere Veränderungen in der Führungsstruktur von Ant könnte einen neuen Börsengang weiter verzögern. Angesichts der aktuellen Lage auf dem Weltfinanzmarkt dürfte das Unternehmen aber nicht unter Druck stehen, einen Börsengang zu starten.

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