Ehemalige Sun-Projekte: Open Source à la Oracle

Nach der Übernahme von Sun durch Oracle hatten viele in der Open-Source-Welt Angst um ihre Projekte. Doch es gibt eine einfache Möglichkeit, solche Probleme zu lösen: den Fork. Wir haben geschaut, wer sieben Jahre nach der Übernahme die Gewinner und Verlierer sind.

Artikel von Bernd Schmidt veröffentlicht am
Oracle hat mit der Übernahme von Sun sehr viel Technik bekommen.
Oracle hat mit der Übernahme von Sun sehr viel Technik bekommen. (Bild: May Wong, flickr.com/CC-BY 2.0)

Als jüngstes Beispiel einer langen Reihe von Projektabspaltungen zeigte die Nextcloud-Gründung, wie schnell es passieren kann, dass Entwickler von Open-Source-Software sich für eigene Wege entscheiden. Auch nach der Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle hielten es viele Entwickler für besser, ihre Projekte als eigenen Fork weiterzuführen. Da sich durch solch eine Abspaltung die Zielgruppe der Anwender nicht ändert, beginnt ein Wettstreit zwischen zwei Projekten, aus dem nicht beide als Sieger hervorgehen können.

Inhalt:
  1. Ehemalige Sun-Projekte: Open Source à la Oracle
  2. Was aus den Sun-Kernprojekten wurde
  3. Freie Hilfe für Entwickler

Neben den Anwendern und den direkt am Projekt beteiligten Entwicklern betrifft eine solche Abspaltung, auch Fork genannt, natürlich nicht zuletzt diejenigen Administratoren, die auf Open-Source-Software setzen. Wann (und ob überhaupt) man auf ein neues Projekt umsteigen sollte, ist nämlich nicht immer einfach zu beantworten. Jahre nach der Oracle-Übernahme ist es Zeit nachzusehen, ob sich diese Frage für die ehemaligen Open-Source-Projekte von Sun beantworten lässt.

Openoffice und Libreoffice

Eines dieser Projekte ist Openoffice. Dank der freien und vor allem kostenlosen Verfügbarkeit ist es für viele in erster Linie eine gute Alternative zu Microsoft Office, da der Funktionsumfang zumindest in den Kernprodukten - Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation - ähnlich ist und auch die Dateiformate größtenteils zueinander kompatibel sind. Für viele Heimanwender dürfte Openoffice deshalb auch der erste Kontakt mit Open-Source-Software gewesen sein.

Zur Gründung der Document Foundation und damit zum Fork von Openoffice kam es im September 2010, als das Projekt von Oracle immer weniger Ressourcen erhielt und es keine klare Aussage über die Zukunft gab. Der Name Libreoffice wurde gewählt, da die Namensrechte von Openoffice bei Oracle lagen.

Stellenmarkt
  1. IT-Referentin/IT-Referent (w/m/d)
    Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, Potsdam
  2. Data Warehouse Admin/SQL Entwickler (w/m/d)
    MAINGAU Energie GmbH, Obertshausen
Detailsuche

Betrachtet man den Stand beider Projekte heute, so wird schnell klar, dass Libreoffice für die Zukunft besser aufgestellt ist. Es ist das Standard-Office-Paket in allen großen Linux-Distributionen, hat eine breite Nutzerbasis und wird nicht nur kommerziell eingesetzt, sondern auch von Regierungsinstitutionen. Die Stadt Toulouse setzt Libreoffice weitflächig ein, ebenso wie das italienische Militär. Die Updatezyklen betragen bei Libreoffice nur Wochen, bei Openoffice, das seit 2011 von der Apache Foundation betreut wird, schon mal ein Jahr.

Im September 2016 stellte Dennis E. Hamilton, der Vorsitzende des Openoffice Project Management Committee, in einer Rundmail sogar eine mögliche Einstellung von Openoffice in Aussicht, da es zu wenige Entwickler gebe.

Noch nicht ganz aufgegeben hat Oracle zwei ehemalige Kernprojekte von Sun.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Was aus den Sun-Kernprojekten wurde 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


tha_specializt 18. Jan 2017

Wobei man sagen muss dass eines dieser HighEnd-Features (Komplettkonvertierung physischer...

l0nix 16. Jan 2017

Ahoi! :) Es ist in der Tat das aktuell einzig wahre Filesystem. BRTFS & XFS ziehen mit...

tha_specializt 13. Jan 2017

Äh ... JPA _IST_ ein ORM, da is nix "oberhalb" und konkreter gehts nicht mehr ... naja...

Hello_World 12. Jan 2017

Nochmal: Wenn Du bei deinem Go-Code Copy-&-Paste betreibst oder so etwas wie go gen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Core-i-13000
Intel präsentiert Raptor Lake mit bis zu 5,8 GHz

Auf der Innovation hat Intel die 13. Core Generation vorgestellt. Kernzahl, Takt und Effizienz sollen deutlich steigen.

Core-i-13000: Intel präsentiert Raptor Lake mit bis zu 5,8 GHz
Artikel
  1. Ukrainekrieg: Meta stoppt ausgefeilte russische Desinformationskampagne
    Ukrainekrieg
    Meta stoppt ausgefeilte russische Desinformationskampagne

    Gefakte Webseiten deutscher Medien machen Stimmung gegen die Russland-Sanktionen. Die falschen Artikel wurden über soziale Medien verbreitet.

  2. Star Wars: Lego bringt großes Set der Razor Crest aus The Mandalorian
    Star Wars
    Lego bringt großes Set der Razor Crest aus The Mandalorian

    Aus fast 6.200 Teilen besteht das große Lego-Set der Razor Crest. Sie ist teuer, nicht aber für ein Star-Wars-Set.

  3. Creative Commons, Pixabay, Unsplash: Rechtliche Fallstricke bei Gratis-Stockfotos
    Creative Commons, Pixabay, Unsplash
    Rechtliche Fallstricke bei Gratis-Stockfotos

    Pixabay, Unsplash, CC ermöglichen eine gebührenfreie Nutzung kreativer Werke. Vorsicht ist dennoch geboten: vor Abmahnmaschen, falschen Quellenangaben, unklarer Rechtslage.
    Eine Analyse von Florian Zandt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AMD Ryzen 7000 jetzt bestellbar • CyberWeek: PC-Tower, Cooling & Co. • Günstig wie nie: Asus RX 6700 XT 539€, Acer 31,5" 4K 144 Hz 899€, MSI RTX 3090 1.159€ • AMD Ryzen 7 5800X 287,99€ • Xbox Wireless Controller 49,99€ • MindStar (Gigabyte RTX 3060 Ti 522€) [Werbung]
    •  /