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Oracle hat mit der Übernahme von Sun sehr viel Technik bekommen.
Oracle hat mit der Übernahme von Sun sehr viel Technik bekommen. (Bild: May Wong, flickr.com/CC-BY 2.0)

Freie Hilfe für Entwickler

Ähnlich wie das zuvor erwähnte MySQL wurde ein weiteres ehemaliges Sun-Projekt durch seine eigenen Gründer abgespalten: das Continuous-Integration-System Hudson. Gegründet wurde Hudson von Kohsuke Kawaguchi, der bei Sun Microsystems mit der Arbeit daran begonnen hatte. Nach der Übernahme von Oracle verließ Kawaguchi das Unternehmen und entwickelte Hudson unter dem Namen Jenkins weiter. Beide Programme lassen sich über Plugins erweitern.

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Hudson wie Jenkins ermöglichen die kontinuierliche Integration (Continuous Integration, CI) von neuen Elementen in ein bestehendes Softwareprojekt. Der Vorgang inklusive nötiger Tests wird weitgehend automatisiert und unterstützt somit Anwendungsentwickler bei der täglichen Arbeit. Eine einfachere Version wären Nightly Builds.

Jenkins wird sehr aktiv weiterentwickelt, die Github-Seite zeigt Code-Änderungen im Stundentakt. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von OSL, Cloudbees, Rackspace und Red Hat. Nach Angaben des Projekts gibt es über 100.000 aktive Jenkins-Installationen.

Hudson wird mittlerweile von der Eclipse Foundation und Oracle gemeinsam gepflegt und aktiv weiterentwickelt. Wobei das in diesem Fall wohl eher so zu verstehen ist, dass sich noch niemand getraut hat, einen Schlussstrich zu ziehen. Das letzte Lebenszeichen war ein Security-Patch im Februar und der Bugtracker erfährt nur eine Handvoll Änderungen im Monat.

Java und OpenJDK

Völlig ohne Ausgliederung oder Gerüchte über ein mögliches Ende wird die Programmiersprache Java bei Oracle weiterentwickelt. Diese gehört sicher auch wegen ihrer Plattformunabhängigkeit zu den am weitesten verbreiteten. Das Java Development Kit (JDK) wurde von Anfang an kostenfrei zur Verfügung gestellt, war aber nicht Open Source. Unter dem Namen OpenJDK stellte Sun das JDK nach und nach unter die GPL.

Die beiden Entwicklungszweige aus proprietären und freien JDK wurden aber beibehalten. Red Hat lieferte mit dem Projekt Iced Tea einen großen Beitrag dazu, dass Programmteile, die nicht unter die GPL gestellt werden konnten, durch eigenen Code ersetzt wurden.

Die freie Variante ermöglicht das Verteilen von Java über die Paketmanager der Linux-Distributionen, weshalb das OpenJDK hier die größte Verbreitung hat und auch vor dem Einsatz von Oracle Java empfohlen wird. Es gibt aber durchaus Anwendungen, die nur mit Oracle Java laufen, da die beiden Varianten untereinander nicht ganz kompatibel sind.

Vielleicht ändert sich das aber auch künftig, da dank Red Hat seit Juni erstmals eine Version des OpenJDK für Windows zur Verfügung steht. Auch aktuelle Android-Versionen nutzen inzwischen das OpenJDK, so dass dessen Verbreitung wohl bald wesentlich größer sein könnte als jene von Oracle Java.

Virtualbox ohne Konkurrenz

Der Vollständigkeit halber sei hier noch Virtualbox erwähnt, die einzige Software aus dem Portfolio von Sun Microsystems, die noch keinen Fork erfahren hat und bei der sich Oracle nach wie vor um die Virtualisierungslösung kümmert. Kleinere Patches erscheinen regelmäßig und neue Versionen etwa einmal im Jahr, abgesehen von der Lücke im Jahr 2014 für den Sprung von Version 4.3 auf 5.0.

Open Source findet einen Weg

Wie man an den oben geschilderten Projekten sehen kann, musste keiner der Anwender, die nach der Übernahme von Sun 2009 das Ende der Open-Source-Projekte heraufbeschworen, auf seine Programme verzichten. In allen Fällen können die neueren Projekte in eine rosigere Zukunft schauen. Dies ist nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken, dass die Gründer und Hauptpersonen mit in das neue Projekt gewechselt sind.

Für viele neue Projekte und Forks ist aber der geringe Bekanntheitsgrad des neuen Namens ein Problem. Besonders deutlich wird das bei den Datenbanksystemen MySQL und MariaDB sowie bei der Officesuite. Auch heute noch kommt es vor, dass jemand fleißig auf Openoffice setzt und von Libreoffice noch nie gehört hat. Denn eine andere Erklärung dafür, dass Openoffice immer noch etwa 100.000-mal am Tag heruntergeladen wird, ist schwer vorstellbar.

 Was aus den Sun-Kernprojekten wurde

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tha_specializt 18. Jan 2017

Wobei man sagen muss dass eines dieser HighEnd-Features (Komplettkonvertierung physischer...

l0nix 16. Jan 2017

Ahoi! :) Es ist in der Tat das aktuell einzig wahre Filesystem. BRTFS & XFS ziehen mit...

tha_specializt 13. Jan 2017

Äh ... JPA _IST_ ein ORM, da is nix "oberhalb" und konkreter gehts nicht mehr ... naja...

Hello_World 12. Jan 2017

Nochmal: Wenn Du bei deinem Go-Code Copy-&-Paste betreibst oder so etwas wie go gen...

tha_specializt 05. Jan 2017

Soweit richtig, aber : ohne Dinos gäbe es die Menschen nicht .... oder zumindest nicht so...



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