Egoshooter: Doom landet auf einer Zahnbürste

Nach Taschenrechnern, Rasenmähern, Telefonen und Geldautomaten läuft der Egoshooter Doom jetzt auf einer elektrischen Zahnbürste. Aaron Christophel brachte den Titel auf eine intelligente Zahnbürste.
Der deutsche Hacker sah den ESP32-Chip und das Display des Geräts als Herausforderung. Er ersetzte die Firmware, um Doom zu laden und eine Maus zur Steuerung zu verwenden.
Die smarte Planck-Mini-Zahnbürste von Evowera(öffnet im neuen Fenster) wurde entwickelt, um Nutzern über einen kleinen Bildschirm Tipps zum Zähneputzen zu geben. Dies gab Christophel(öffnet im neuen Fenster) die Möglichkeit, die Software zu laden.
Er verwendete eine modifizierte Doom-Version für eine ESP32-Weihnachtskugel und verkleinerte die Dateien, damit sie auf die Zahnbürstenhardware passten. Die Bürste selbst wird im Spiel nicht verwendet.
Es ist zwar nicht das erste Gerät, auf dem Doom läuft, bei diesem Mod wurde jedoch direkt die eingebettete Hardware gehackt, anstatt einen separaten Controller anzuschließen. Damit wird die Tradition der Bastler fortgesetzt, das Spiel auf ungewöhnliche Plattformen zu portieren.
Die Codebasis Dooms ermöglicht Portierungen auf eine Vielzahl von Geräten jenseits von Gaming-PCs. Unter Can It Run Doom?(öffnet im neuen Fenster) sind sowohl ernsthafte als auch alberne Versuche dokumentiert, wobei einige Projekte nur den Bildschirm des jeweiligen Geräts verwenden. Christophels ESP32-Zahnbürstenmod ist vollständig in das Gerät implementiert.
Das ist zwar nicht die praktischste Anwendung, aber ein Beweis für das Können und die Kreativität der Modding-Community. Die Portierung zeigt zudem auf, wie sich Technik im Haushalt hacken lässt – und welche Schwachstellen das Internet der Dinge hat.