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Effizienz-Rating: Rechenzentren sollen ein verbindliches EU-Effizienz-Rating bekommen

Die EU-Kommission plant ein Bewertungssystem für Rechenzentren ab 500 kW, um den Energie- und Wasserverbrauch transparenter zu machen.
/ Nils Matthiesen
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EU-Rating für Rechenzentren geplant (Bild: NICOLAS MAETERLINCK / BELGA MAG / Belga / AFP via Getty Images)
EU-Rating für Rechenzentren geplant Bild: NICOLAS MAETERLINCK / BELGA MAG / Belga / AFP via Getty Images

Die Europäische Kommission hat ein neues Bewertungssystem(öffnet im neuen Fenster) für Rechenzentren vorgeschlagen. Mit dem Maßnahmenpaket zur Energieeffizienz in Rechenzentren (Data Centre Energy Efficiency Package) will die Behörde Kennzahlen wie den Strom- und Wasserverbrauch transparenter machen.

Das EU-weite Rating orientiert sich an den bekannten Energieeffizienzklassen für Haushaltsgeräte. Es gilt für Anlagen ab 500 Kilowatt (kW) installierter IT-Leistung. Betreiber dieser Standorte melden ihre Verbrauchsdaten bereits seit 2024 an eine zentrale EU-Datenbank(öffnet im neuen Fenster).

Erfassung von Verbrauchsdaten und Ressourcen

Das Rating nutzt Daten, die Betreiber im Rahmen der bestehenden Berichtspflichten ohnehin an die EU übermitteln. Zusätzlichen Aufwand soll es laut Kommission nicht verursachen. Bewertet werden unter anderem die Power Usage Effectiveness (PUE), die Water Usage Effectiveness (WUE) und der Anteil emissionsarmer Energie. Hinzu kommen Netzdienste und die Bereitschaft zur Abwärmenutzung. Das Label(öffnet im neuen Fenster) zeigt zudem, ob Betreiber neue Anlagen für erneuerbare oder nukleare Energie über Stromabnahmeverträge mitfinanzieren.

Das System soll zeigen, wie effizient Rechenzentren Energie und Wasser nutzen. Außerdem soll es Vergleiche zwischen Standorten derselben Region ermöglichen. "Die Verdreifachung unserer Rechenzentrumskapazität darf nicht bedeuten, dass sich der Druck auf unsere Netze, unser Wasser und unsere Energierechnungen verdreifacht", erklärt Teresa Ribera(öffnet im neuen Fenster), Exekutivvizepräsidentin für einen sauberen, fairen und wettbewerbsfähigen Wandel.

Konsultation und weiterer Zeitplan

Hintergrund ist der geplante Ausbau: Um unabhängiger von internationalen Anbietern zu werden, will die EU ihre Rechenzentrumskapazität in den kommenden fünf bis sieben Jahren verdreifachen(öffnet im neuen Fenster). Das Europäische Parlament und der Rat können nun zwei Monate lang Einspruch gegen die Verordnung einlegen. Änderungen am Text können sie nicht vorschlagen. Die ersten Labels erwartet die Kommission 2027. Bis Ende 2028 will sie prüfen, wie wirksam(öffnet im neuen Fenster) das System ist. Parallel läuft bis zum 14. Dezember 2026 eine Konsultation zu verbindlichen Mindeststandards(öffnet im neuen Fenster).

"Das Verständnis ihres Energie- und Ressourcenverbrauchs ist der essenzielle erste Schritt, um sie nachhaltig in unser Energiesystem zu integrieren", so Dan Jørgensen, EU-Kommissar für Energie und Wohnen, über Rechenzentren.


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