Abo
  • IT-Karriere:

EFF: Besserer Trackingschutz in Android gefordert

Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) fordert Google auf, einen besseren Trackingschutz in Android zu integrieren. Android Q bekomme zwar Verbesserungen im Bereich Datenschutz, diese reichten aber nicht aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Mehr Datenschutz in Android gefordert.
Mehr Datenschutz in Android gefordert. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Die Advertising-ID von Android bleibt für die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) ein großes Ärgernis und ein Risiko im Bereich Datenschutz. In einem Aufruf fordert die EFF Google auf, diese Advertising-ID abschaltbar zu machen oder den Zugriff von Apps darauf zu beschränken. Die Bürgerrechtler sehen mit Android Q zwar Verbesserungen, aber diese seien noch nicht weitreichend genug.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln
  2. Müller, Ulm-Jungingen

Googles Android erzeugt eine eindeutige Gerätekennung, die als Advertising-ID bezeichnet wird und es Tracking-Werbetreibenden ermöglicht, das Verhalten des Nutzers über verschiedene Apps hinweg zu beobachten. Die Advertising-ID könne als Tracking-Cookie betrachtet werden, kritisiert die EFF. Diese ID könne weder in ihrer Funktion eingeschränkt noch gelöscht werden. App-Entwickler haben darauf vollständigen Zugriff.

Mit dem baldigen Erscheinen von Android Q ruft Google Werbetreibende bereits jetzt dazu auf, eine Geräteidentifikation über andere Kennungen als etwa die IMEI-Nummer vorzunehmen. Facebook und andere Unternehmen können darüber Listen mit Anzeigen-IDs verwenden, um Benutzer über Gerätegrenzen hinweg erkennen und ansprechen zu können.

Mit Android Q müssen Apps die neue Berechtigung "Read privileged phone state" verwenden, um auf Identifizierungsnummern wie IMEI-Nummern zugreifen zu können. Das sieht die EFF als eine gute Entwicklung, weil Nutzer besser davor bewahrt würden, überwacht zu werden. Aber auch mit Android Q werde es weiterhin den Zugriff auf die Advertising-ID geben, kritisiert die EFF.

Zwar wird es in Android Q eine Option geben, eine Werbe-Personalisierung abzulehnen, doch damit wird die Advertising-ID nicht gelöscht, sondern nur der Zugriff darauf unterbunden - laut EFF aber nicht wirkungsvoll genug. Wenn die Option gewählt sei, erhalte der App-Anbieter die Information, dass der Nutzer nicht getrackt werden wolle, könne dies aber umgehen, bemängelt die EFF. Es fehle ein technisches Verfahren im Betriebssystem, mit dem ein Missbrauch verhindert werden könne. Zudem wird kritisiert, dass die entsprechende Option in den Einstellungen sehr gut versteckt sei.

In Sachen Trackingschutz sieht die EFF Apples iOS im Vorteil. Zwar gebe es auch unter iOS eine vergleichbare Tracking-ID namens Identifier for Advertisers (IDFA), diese könne aber vom Nutzer bei Bedarf mit Nullen überschrieben werden und so ein Tracking unmöglich machen. Bei Android fehlt der EFF eine Möglichkeit für den Nutzer, zu bestimmen, welche Apps auf die ID zugreifen dürfen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 5,95€
  2. 4,99€
  3. 39,99€
  4. 24,99€

perm_2019 29. Jul 2019 / Themenstart

Genau. Wenn sich die App in den Einstellungen nicht deaktivieren lässt, so dürfte dies...

486dx4-160 28. Jul 2019 / Themenstart

Bei uns gibt's nicht mal ein Unternehmensstrafrecht, dafür sackweise Vorschrifen, deren...

redmord 28. Jul 2019 / Themenstart

Bei meinem Gerät von Xiaomi kann ich das bei jeder App für Mobilfunk und WLAN einstellen...

IchBIN 28. Jul 2019 / Themenstart

Genau das. Deshalb habe ich damit auch so meine Probleme. Ist zwar lustig als...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
IT-Arbeit: Was fürs Auge
IT-Arbeit
Was fürs Auge

Notebook, Display und Smartphone sind für alle, die in der IT arbeiten, wichtige Werkzeuge. Damit man etwas mit ihnen anfangen kann, ist ein anderes Werkzeug mindestens genauso wichtig: die Augen. Wir geben Tipps, wie man auch als Freiberufler augenschonend arbeiten kann.
Von Björn König

  1. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt
  2. IT-Standorte Wie kann Leipzig Hypezig bleiben?
  3. IT-Fachkräftemangel Arbeit ohne Ende

Google Game Builder ausprobiert: Spieldesign mit Karten statt Quellcode
Google Game Builder ausprobiert
Spieldesign mit Karten statt Quellcode

Bitte Bild wackeln lassen und dann eine Explosion: Solche Befehle als Reaktion auf Ereignisse lassen sich im Game Builder relativ einfach verketten. Der Spieleeditor des Google-Entwicklerteams Area 120 ist nicht nur für Einsteiger gedacht - sondern auch für Profis, etwa für die Erstellung von Prototypen.
Von Peter Steinlechner

  1. Spielebranche Immer weniger wollen Spiele in Deutschland entwickeln
  2. Aus dem Verlag Neue Herausforderungen für Spieler und Entwickler

Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
Harmony OS
Die große Luftnummer von Huawei

Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


      •  /