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EEG: Windkraft in Gefahr

Besitzer älterer Windenergieanlagen könnten bald ein Problem bekommen: Sie erhalten keine Förderung mehr. Das könnte sogar die Energiewende ins Wanken bringen.

Ein Bericht von Daniel Hautmann veröffentlicht am
Für die ersten Windräder ist die EEG-geförderte Laufzeit bald vorbei.
Für die ersten Windräder ist die EEG-geförderte Laufzeit bald vorbei. (Bild: Pixabay)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, ist ein international beachtetes Erfolgsmodell. Es garantiert die Abnahme und die Vergütung von Ökostrom. Das Gesetz hat maßgeblich zum Erfolg der Windkraft beigetragen.

Inhalt:
  1. EEG: Windkraft in Gefahr
  2. Windräder erneuern
  3. Was tun mit alten Windrädern?

Angelegt war die EEG-Förderung auf eine Laufzeit von 20 Jahren. Und die sind für die ersten Windräder bald vorbei. Mit dem 1. Januar 2021 fallen erstmals Anlagen aus der Förderung heraus. Das betrifft laut dem Beratungsunternehmen Deutsche Windguard 6.000 Anlagen mit zusammen rund vier Gigawatt Nennleistung - allein im ersten Jahr. Bis 2026 könnten dann jährlich weitere 14.000 Turbinen mit insgesamt 17.000 Megawatt hinzukommen. Es geht also um große Teile des deutschen Windkraftwerkparks, der derzeit aus fast 30.000 Anlagen mit insgesamt rund 50.000 Megawatt Nennleistung besteht.

Das Problem: Die Besitzer der alten Anlagen müssen ihren Strom ab 2021 zu marktüblichen Preisen verkaufen. Das bedeutet, dass sie statt der bislang üblichen sechs bis neun Cent je Kilowattstunde (kWh) voraussichtlich nur noch zwei bis vier Cent bekommen, je nachdem, wie teuer die Kilowattstunde an der Strombörse in Leipzig gerade gehandelt wird. Laut Dieter Fries, Vorsitzender im Betreiberbeirat des Bundesverbandes Windenergie (BWE) und selbst Besitzer von vier älteren Windrädern, kann das ganz schön eng werden: "Oftmals sind die Betriebskosten höher. Ein großer Teil der Anlagen wird daher nicht überleben."

Kraftwerke sollen wirtschaftlich sein

Ganz falsch findet Fries es aber nicht, dass die Förderung ausläuft: "Das war ja ein Forschungsprogramm. Unwirtschaftliche Kraftwerke haben dann eben keine Chance mehr." Für ihn ist das Ende der Förderung daher eher ein Stolperstein für die Energiewende, aber nicht ihr Ende.

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Volker Quaschning, Fachmann für regenerative Energien an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, sieht das schon etwas kritischer: "Für eine erfolgreiche Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele bräuchten wir in Deutschland Windkraftkapazitäten an Land von rund 200 Gigawatt. Dazu müsste die derzeit installierte Leistung mehr als verdreifacht werden. Wenn Windkraftanlagen rückgebaut werden, die aus der Förderung fallen, ist das dem Erreichen der Klimaschutzziele sicher nicht zuträglich."

Das Kuriose: Technisch ist der Weiterbetrieb der alten Anlagen meist kein Problem.

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Windräder erneuern 
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guzzibiker 27. Mär 2019

Das EEG hat aber nicht nur den Klimaschutz und die Nutzung erneuerbarer, also...

guzzibiker 27. Mär 2019

Das ginge, wenn wir die dazu erforderlichen Netzkapazitäten hätten (Südlink & Co) Hier...

guzzibiker 27. Mär 2019

An und für sich recht positive Nachrichten! Aus meiner Sicht, es ist die Sicht des...

barxxo 25. Mär 2019

Also wenn diese Dinger nicht mal nach 20 Jahren in der Lage sind, ihr Geld selbst zu...

zilti 23. Mär 2019

Flüssigsalzreaktoren. Bitte, gern geschehen.


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