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Windräder erneuern

In der Regel wurden in den Jahren vor 2000 sogenannte Sub-Megawatt-Windkraftwerke mit Leistungen von 200 Kilowatt bis rund 1 Megawatt aufgebaut. "Fünf bis zehn Jahre sind in der Regel kein Problem. Das waren noch sehr konservativ ausgelegte Anlagen, die meist viel länger betrieben werden können als die damals angepeilten 20 Jahre", sagt Fries.

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Doch einfach weiterlaufen lassen ist nicht drin. Wer seine Oldie-Anlage länger betreiben will, muss ein Gutachten vorlegen. "Windkraftanlagen sind unheimlich vielen Lastwechseln ausgesetzt, viel mehr als etwa Flugzeuge oder Brücken", sagt Claas Hülsen, Windenergieexperte bei der Prüf-, Beratungs- und Klassifikationsgesellschaft DNV GL. Hier geht es insbesondere um das Thema Standsicherheit. Die Überprüfung dauert je Anlage ein bis zwei Tage und kostet einige Tausend Euro. "Die Windmüller erzielen in Zukunft nur noch rund die Hälfte der Einnahmen, die sie bislang hatten. Da stellt sich schon die Frage: Ist das noch wirtschaftlich?", sagt Hülsen.

Verglichen mit der heutigen Anlagengeneration sind die alten Maschinen Zwerge. Die Rotordurchmesser von damals betragen 20 bis 30 Meter, die Türme sind 60 Meter hoch. Dennoch: Es sind Anlagen, die funktionieren, energetisch amortisiert sind und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wieso sollte man diese Anlagen abreißen und verschrotten? Quaschning ist daher für eine weiterlaufende Förderung: "Es wäre sinnvoll, eine abgesenkte Vergütung zu zahlen, mit der die Betriebskosten gedeckt werden. Das würde den Weiterbetrieb ermöglichen."

Neue Teile für alte Türme

Klar ist: Moderne Anlagen mit hohen Türmen und großen Rotoren produzieren den Strom viel günstiger. Also ist es sinnvoll, Alt gegen Neu zu tauschen. Theoretisch. Denn das sogenannte Repowering ist inzwischen immer seltener möglich. Zum einen wurde im Jahr 2014 der sogenannte Repowering-Bonus abgeschafft. Zum anderen machen es Auflagen immer schwieriger, neue Anlagen an alten Plätzen zu errichten. Anwohner, Umweltschützer, Luftaufsicht - alle wollen mitreden.

Das wichtigste Hindernis ist die Größe der Maschinen und die zugehörigen Abstandsregelungen. Hier geht es um Lärm- und Umweltschutz. Ebenso geht es darum, dass manche Standorte, die vor 20 Jahren als geeignet angesehen wurden, diese Beurteilung heute nicht mehr erhalten.

Dabei gibt es spezielle Anlagen. So hat der niederländische Hersteller EWT für den deutschen Repowering-Markt eine 750-Kilowatt-Anlage mit einer Nabenhöhe von 69 Metern entwickelt. Windturbinen dieser Leistungsklasse sind vom Ausschreibungssystem ausgenommen, sie erhalten eine feste Einspeisungsvergütung in Höhe von 4,63 Cent/kWh. Doch auch solche Anlagen rechnen sich nur an besonders windigen Standorten.

Eine elegante Option für alte Windräder ist die Direktvermarktung.

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 EEG: Windkraft in GefahrWas tun mit alten Windrädern? 
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guzzibiker 27. Mär 2019

Das EEG hat aber nicht nur den Klimaschutz und die Nutzung erneuerbarer, also...

guzzibiker 27. Mär 2019

Das ginge, wenn wir die dazu erforderlichen Netzkapazitäten hätten (Südlink & Co) Hier...

guzzibiker 27. Mär 2019

An und für sich recht positive Nachrichten! Aus meiner Sicht, es ist die Sicht des...

barxxo 25. Mär 2019

Also wenn diese Dinger nicht mal nach 20 Jahren in der Lage sind, ihr Geld selbst zu...

zilti 23. Mär 2019

Flüssigsalzreaktoren. Bitte, gern geschehen.


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