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EEG-Reform: Maximale Einspeisung kleiner PV-Anlagen wird halbiert

Private Solaranlagen sollen nur noch die Hälfte ihrer Leistung ins Netz abgeben können. Das soll die Mittagsspitze abmildern und hat weitere Effekte.
/ Mario Petzold
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Katherina Reiche will die Einspeisung aus privaten Solaranlagen begrenzen, aus gutem Grund. (Bild: Getty Images/Montage: Golem)
Katherina Reiche will die Einspeisung aus privaten Solaranlagen begrenzen, aus gutem Grund. Bild: Getty Images/Montage: Golem
Inhalt
  1. EEG-Reform: Maximale Einspeisung kleiner PV-Anlagen wird halbiert
  2. Anlagengröße dürfte sich ändern

Der am Donnerstag (24. September) beratene Gesetzentwurf der Bundesregierung(öffnet im neuen Fenster) zur EEG-Reform soll den Ausbau der erneuerbaren Energien günstiger machen und an die Realitäten im Stromnetz anpassen. Gelingen soll das mit einer geänderten Priorisierung der Anlagen, wenn Netzengpässe zu erwarten sind, mit Differenzverträgen, die bei hohen Strompreisen zusätzliche Staatseinnahmen versprechen, und mit dem Ende der privaten Solarförderung.

Hinzu kommt eine weitreichende Änderung beim Einbau kleiner und mittlerer Photovoltaikanlagen. Bei einer Leistung von maximal 25 Kilowatt (kW) soll die maximale Einspeiseleistung am Netzverknüpfungspunkt auf die Hälfte dieser Spitzenleistung begrenzt werden.

Private Solaranlagen, die im Durchschnitt bei etwa 10 kW liegen, könnten dann nur noch 5 kW ins Netz einspeisen, die zukünftig über die Direktvermarktung vergütet werden können. Ausgenommen davon sind die sogenannten Balkonkraftwerke, deren Wechselrichter die Einspeisung ohnehin auf 800 Watt begrenzt.

Zwischen Speicherboom und Ende der Vermarktung

Der Grundgedanke der Regelung leuchtet ein. Private Dachanlagen können nicht einfach abgeregelt werden, tragen aber allein durch die große Anzahl gerade in der sommerlichen Mittagszeit zu Stromspitzen bei. Vermarkten lässt sich dieser Strom nicht, denn der Börsenpreis sinkt in diesen Zeiten auf Null oder rutscht sogar ins Negative.

Wer den Strom dennoch nutzen oder vermarkten will, kommt um die Anschaffung eines zusätzlichen Speichers nicht herum. Das hätte zwei direkte Auswirkungen: Die Anlage wird einige tausend Euro teurer, wobei eine Kilowattstunde Heimspeicher mit zuletzt knapp 200 Euro nicht mehr so sehr ins Gewicht fällt.

Zudem lässt sich die Eigennutzungsquote deutlich steigern. Denn selbst bei einem angepassten Verhalten gelingt es bei einer PV-Anlage mit 10 kW nur selten, mehr als 30 Prozent des Stroms selbst zu nutzen. Verdoppelt sich der Wert, sofern überhaupt so viel Strom benötigt wird, kommen mindestens 2.500 kWh hinzu, die nicht aus dem Stromnetz, sondern aus dem eigenen Speicher bezogen werden.

Statt dafür 10 bis 12 Cent zu erhalten, was bei Direktvermarktung eher zu hoch angesetzt ist, spart man sich 30 Cent für Netzstrom. Das bedeutet, dass der Speicher im Jahr bis zu 500 Euro Stromkosten einspart. Dass die Einspeisung in Zukunft wesentlich unattraktiver wird, stört dann zumindest nicht mehr so sehr, weil der Speicher schon nach wenigen Jahren beim Geldsparen hilft.


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