EE: Britische Netzbetreiber führen wieder Roaming-Gebühren ein

Der führende britische Mobilfunkbetreiber EE führt wieder Roaminggebühren ein. Wie der Konzern Golem.de am 24. Juni 2021 mitteilte, fallen für neue Verträge ab dem 7. Juli wieder Gebühren für Telefonate, SMS und Datennutzung im europäischen Ausland an. Ab dem kommenden Jahr müssen neue EE-Kunden pro Tag 2 Pfund (2,33 Euro) zahlen, wenn sie ihr Mobiltelefon in EU-Staaten und einigen anderen europäischen Ländern nutzen wollen.
EE (ehemals Everything Everywhere) gehört seit Januar 2016 zur BT Group. An dem Gemeinschaftsunternehmen ist auch die Deutsche Telekom als größter Einzelaktionär beteiligt. Die Telekom brachte ihren Anteil an EE in die britische BT ein und erhielt so zwölf Prozent der Aktien an BT.
Ein EE-Sprecher sagte Golem.de: "Kunden, die länger ins Ausland reisen, können einen 30-Tage-Roam Abroad Pass nutzen."
Three und O2: Anbieter beschränken Datenvolumen
Auch Three und O2 haben im Zuge des Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union Einschränkungen bei freien Roaming in der EU angekündigt.
Der Netzbetreiber Three hat angekündigt, dass ab Juli 2021 das Fair Use Limit für Daten in der EU 20 GByte pro Monat auf 12 GByte pro Monat reduziert wird. Danach werden jedoch nur 0,3 Pence pro MByte gefordert.
O2 teilte seinen Kunden mit, dass ihnen 3,50 Pfund für jedes Gigabyte in Rechnung gestellt werden, das in diesem Sommer über die Grenze von 25 GByte verwendet werde.
Vodafone hat dagegen bestätigt, dass es keine Pläne gebe, Roaming-Gebühren zurückzubringen.
Zum Jahresende will Telefónica Deutschlamd die Sonderkonditionen nach dem Brexit neu prüfen. Man prüfe zum Jahresende , ob es weiterhin keine Roaming-Gebühren für Reisende in Großbritannien geben wird.



