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Edward Snowden: Wikileaks will NSA-Informanten ausfliegen

Wikileaks hat Spenden gesammelt, um den NSA-Whistleblower Edward Snowden ins politische Asyl nach Island auszufliegen. Doch die Innenministerin der Atlantikinsel hat wenig Interesse, Snowden zu helfen.
/ Achim Sawall
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Plakat in Hongkong (Bild: Bobby Yip/Reuters)
Plakat in Hongkong Bild: Bobby Yip/Reuters

Wikileaks stellt einen Charterjet, um den NSA-Informanten Edward Snowden von Hongkong nach Island ausfliegen zu können. Das berichtet die South China Morning Post(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Olafur Sigurvinsson, den Chef des Wikileaks-Partnerunternehmens Datacell. Die schweizerisch-isländische Firma wickelt Spenden für Wikileaks ab.

"Auf unserer Seite ist alles bereit und das Flugzeug könnte morgen abheben" , sagte Sigurvinsson dem Fernsehsender Channel 2. "Wir haben wirklich alles getan, was wir können. Wir haben ein Flugzeug und die gesamte Logistik an Ort und Stelle. Jetzt warten wir nur noch auf eine Antwort von der Regierung" in Island.

Der Privatjet gehört einer chinesischen Firma und wurde mit einem Kostenaufwand von mehr als 240.000 US-Dollar gechartert, das Geld habe Datacell durch individuelle Spenden erhalten, sagte Sigurvinsson.

Islands neue Mitte-Rechts-Regierung hat aber bereits klargemacht, dass sie sich nicht an die Beschlüsse der vorherigen Regierung zur Unterstützung von kritischen Journalisten und Whistleblowern aus aller Welt aus dem Jahr 2010 gebunden fühlt. Innenministerin Hanna Kristjansdottir sagte dem isländischen Fernsehsender RUV, eine entsprechende Resolution des Parlaments sei nicht gesetzlich festgeschrieben.

Snowden, der den Prism-Skandal aufgedeckt hat, will politisches Asyl in Island beantragen. Wikileaks-Sprecher Kristinn Hrafnsson sagte, dass sich Snowden am 12. Juni 2013 mit der Bitte an ihn gewandt habe, für ihn Asyl in Island zu beantragen.

Russland und Ecuador hatten Snowden bereits Asyl angeboten.

Snowden, der sich in Hongkong aufhält, sei in die Öffentlichkeit gegangen, damit die Regierung die Enthüllung nicht beenden könne, indem sie ihn "inhaftiert oder ermordet. Die Wahrheit kommt ans Licht, und das kann nicht mehr aufgehalten werden."


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