Edward Snowden: Spanien bestätigt Gerüchte über Gründe für den Zwangsstopp
In der Affäre um den Zwangsstopp des bolivianischen Präsidenten Evo Morales in Wien hat nun auch die spanische Regierung ausführlich Stellung bezogen. Spanien habe zu keinem Zeitpunkt einen Zwischenstopp der Maschine blockiert, sagte Außenminister José Manuel García-Margallo am Freitag dem Fernsehsender TVE(öffnet im neuen Fenster). Allerdings sei die Regierung davon ausgegangen, dass sich der US-Whistleblower Edward Snowden in dem Flugzeug befinde.
"Man hat uns gesagt, dass er drin ist", sagte García-Margallo. Auf die Frage, ob er die USA kontaktiert habe, verwies er auf die Geheimhaltungspflicht. Anders als Frankreich, das sich für die Sperrung des Luftraums entschuldigt hatte, sieht Spanien für einen solchen Schritt jedoch keinen Anlass. Man habe stets die Überflugrechte gewährt und auch einen Zwischenstopp auf den Kanarischen Inseln genehmigt.
Der bolivianische Präsident hatte am Dienstag in Wien von Moskau kommend wegen Treibstoffmangels notlanden müssen, da mehrere europäische Länder seiner Maschine die Überflugrechte verweigert hatten. Es hatte Gerüchte gegeben, dass der in Moskau festsitzende Snowden an Bord der Maschine sei, was sich jedoch als unzutreffend herausstellte.
Die russische Regierung will sich inzwischen nicht mehr zum Fall Snowden äußern. Angesichts einer Flut von Fragen verwies das Außenministerium auf frühere Äußerungen von Präsident Wladimir Putin und dessen Sprecher. "Wir haben dazu nichts mehr zu sagen", sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch nach Angaben von Itar-Tass(öffnet im neuen Fenster).
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