Abo
  • Services:
Anzeige
Edward Snowden am 9. Oktober 2013
Edward Snowden am 9. Oktober 2013 (Bild: AFPTV/AFP/Getty Images)

Edward Snowden "Habe keine Geheimdokumente mit nach Russland gebracht"

Edward Snowden hat mit der New York Times über verschlüsselte Kanäle ein Interview geführt. Darin bekennt er, sein NSA-Archiv nicht mit nach Russland gebracht, sondern es bei Journalisten gelassen zu haben.

Anzeige

Der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden hat erklärt, er habe keine Geheimdokumente nach Russland gebracht. Er sagte der New York Times, das gesamte brisante Material sei in Hongkong geblieben, wo er es an Journalisten übergeben habe. Er habe auch keine Kopien behalten, weil dies "nicht im öffentlichen Interesse" sei. "Was wäre der Vorteil, wenn ich persönlich eine weitere Kopie der Materialien mit mir führen würde?", fragte er.

Er sei durch seine frühere Tätigkeit mit den Fähigkeiten der chinesischen Geheimdienste sehr genau vertraut und deshalb in der Lage gewesen, die Dateien zu schützen. "Die Möglichkeit für die Russen und Chinesen, an die Dokumente zu kommen, liegt bei 0 Prozent." Die New York Times erklärte, das Gespräch mit Snowden sei über mehrere Tage über verschlüsselte Onlinekommunikation gelaufen.

Snowden reagiert damit auf Vorwürfe aus den USA, seine Enthüllungen über die umfassende Überwachung des Internets und der Telekommunikation durch die USA seien im Interesse anderer Mächte. Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney hatte Snowden als Verräter bezeichnet und ihn verdächtigt, ein Spion für die chinesische Regierung zu sein. Dessen Entscheidung, zuerst nach Hongkong zu fliehen, spreche zudem dafür, dass er für den US-Hauptrivalen China spioniere. "Ich bin misstrauisch, weil er nach China ging. Das ist kein Ort, wo Sie normalerweise sein wollen, wenn Sie an Freiheit und so weiter interessiert sind", sagte Cheney und fügte hinzu: "Es stellt sich die Frage, ob es eine Art von Verbindung gab, bevor er das getan hat." Cheney unterstellte, dass Snowden immer noch im Besitz von vertraulichen Daten sei, und die Daten würden die Chinesen "wahrscheinlich im Austausch für Immunität für ihn oder Asyl für das anbieten, was er vermutlich weiß oder nicht weiß."

Der frühere Geheimdienstchef Michael Hayden hatte auf dem Cybersecurity Summit 2013 einen makabren Witz über Snowden gemacht, weil der Whistleblower den USA schwer geschadet habe. Auf die Frage, wie er zu der Nominierung des Whistleblowers Edward Snowden für den diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit des Europäischen Parlaments stehe, sagte er: "Ich muss zugeben, in einem meiner dunkleren Momente in den vergangenen Monaten hätte ich Herrn Snowden auch nominiert, aber ich dachte an eine andere Liste", sagte Hayden. Mike J. Rogers, Vorsitzender des ständigen Geheimdienstausschusses der USA, der mit Hayden auf dem Podium saß, ergänzte: "Ich kann Ihnen dabei helfen."


eye home zur Startseite
Ovaron 19. Okt 2013

Nein, das wurde nie bestritten. Der Inhalt dieser Listen, zum Beispiel der Liste der...

spYro 19. Okt 2013

Ich unterstütze Snowden zu 100%. Trotzdem muss man Aufpassen: Die digitalen Raw-Dokumente...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG, Unterföhring bei München
  3. SICK AG, Reute bei Freiburg im Breisgau
  4. NIHON KOHDEN EUROPE GmbH, Frankfurt


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 19,85€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3€ Versand)

Folgen Sie uns
       


  1. Elektroroller

    Einstieg in die Elektromobilität ab 2.000 Euro

  2. Virtuelle Maschinen

    Parallels Desktop 13 holt Touch Bar in Windows

  3. Assassin's Creed Origins Angespielt

    Ermittlungen in der stinkenden Stadt

  4. Windows 10

    Microsoft will auf Zwangsupdates verzichten

  5. Brio 4K Streaming Edition

    Logitech-Kamera für Lets-Player und andere Streamer

  6. Vor Bundestagswahl

    Facebook löscht Zehntausende Spammer-Konten

  7. Bilderkennung von Google

    Erste Hinweise auf Lens in der Google-App

  8. Open Source

    Node.js-Führung zerstreitet sich über Code-of-Conduct

  9. Enigma ICO

    Kryptowährungshacker erbeuten halbe Million US-Dollar

  10. SNES Classic Mini

    Mario, Link und Samus machen den Moonwalk



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Schifffahrt: Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
Schifffahrt
Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
  1. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  2. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße
  3. Yara Birkeland Autonomes Containerschiff soll elektrisch fahren

Nach Anschlag in Charlottesville: Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
Nach Anschlag in Charlottesville
Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
  1. Bundesinnenministerium Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro
  2. EU-Transparenz EuGH bekräftigt nachträglichen Zugang zu Gerichtsakten
  3. Rücknahmepflicht Elektronikschrott wird kaum zurückgegeben

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Vega 64 Strix ausprobiert Asus' Radeon macht fast alles besser
  2. Radeon RX Vega Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
  3. Radeon RX Vega 56 im Test AMD positioniert sich in der Mitte

  1. Re: Grundsätzlich nicht uninteressant

    kayozz | 08:22

  2. Re: Ob das auch für Windows 10 Updates auf eine...

    Truster | 08:22

  3. Typische Ubisoft-Formel

    Geigenzaehler | 08:22

  4. Re: Wann gibt es endlich "schöne" Gaminglaptops...

    Seralic | 08:20

  5. Re: kann autonome Kampfsysteme auch nicht gutheißen

    picaschaf | 08:20


  1. 07:45

  2. 07:30

  3. 07:15

  4. 18:04

  5. 17:49

  6. 16:30

  7. 16:01

  8. 15:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel