Abo
  • Services:

EDSAP: Samsung entwickelt Schlaganfall-Früherkennungssystem

Einige Sensoren und ein Smartphone sollen ausreichen, um das Risiko eines Schlaganfalls vorab zu erkennen. Entwickelt wurde das Früherkennungssystem von Samsung-Mitarbeitern, die sich sonst mit ganz anderen Geräten befassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Samsung EDSAP: Schlaganfallrisiko wird in weniger als einer Minute berechnet
Samsung EDSAP: Schlaganfallrisiko wird in weniger als einer Minute berechnet (Bild: Samsung)

Ist es möglich, einen Schlaganfall vorher zu erkennen? Das Early Detection Sensor & Algorithm Package (etwa: Sensor- und Algorithmuspaket zur Früherkennung, kurz EDSAP) soll das können. Entwickelt wurde es von fünf Mitarbeitern des südkoreanischen Konzerns Samsung.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Berlin
  2. Otto Bihler Maschinenfabrik GmbH & Co.KG, Halblech

EDSAP erkennt einen drohenden Schlaganfall an Gehirnwellen. Ein Headset mit Sensoren misst die Gehirnaktivität und sendet die Daten an ein Smartphone oder ein Tablet. Auf dem Mobilgerät ist eine App installiert, die die Daten auswertet. Nach etwa einer Minute liegt das Ergebnis vor.

Sensoren im Brillenbügel

Das Headset mit den Sensoren besteht aus einem sehr leitfähigen, gummiartigen Material, das die Samsung-Gruppe um Se-hoon Lim entwickelt hat. Die Sensoren sollen die Hirnströme schneller erfassen als die Sensoren, die üblicherweise für solche Messungen genutzt werden. Zudem sei es nicht nötig, eine leitfähige Kochsalzlösung auf den Kopf aufzutragen, erklären die Entwickler. Die Sensoren müssten auch nicht in einem Headset stecken, sondern könnten in Gegenstände des alltäglichen Lebens integriert werden, beispielsweise in einen Brillenbügel oder in eine Haarspange.

"Wir fragten Neurologen, ob das möglich ist", sagt Projektleiter Lim. "Sie waren abweisend, aber wir wollten es trotzdem probieren. Gesundheitsbezogene mobile Geräte werden immer komplexer, weshalb auch ihre Fähigkeiten immer ausgefeilter werden."

EDSAP kann auch weitere Parameter messen

Die fünf Entwickler, die sonst Smartphones und Waschmaschinen konstruieren, haben gerade den ersten Prototyp von EDASP vorgestellt. Als nächstes muss das System klinischen Tests unterzogen werden, um seine Zuverlässigkeit zu prüfen. Zudem wollen die Entwickler untersuchen, ob sich damit auch weitere Parameter erfassen lassen, etwa Stress oder Schlafmuster.

Auslöser für einen Schlaganfall ist die Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns. Die nicht mehr durchbluteten Hirnzellen sterben dadurch ab. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) bekommen rund 15 Millionen Menschen im Jahr weltweit einen Schlaganfall. Zwei Drittel der Betroffenen sterben oder erleiden bleibende Schäden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (nur für Prime-Mitglieder)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

m9898 25. Jan 2015

Ernsthaft? Wie wäre es mit sofort an einem sicheren Ort anhalten und den Notruf wählen...


Folgen Sie uns
       


HP Elitebook 735 G5 - Test

Wir schauen uns das HP Elitebook 735 G5 an, eines der besten Business-Notebooks mit AMDs Ryzen Mobile.

HP Elitebook 735 G5 - Test Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  2. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden
  3. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /