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Edmund Stoiber: "Ich bin ein Fan des Internets"

Beim CSU-Netzkongress hat Edmund Stoiber ein paar Weisheiten über das Internet verbreitet und ist parallel dafür unter anderem auf Twitter verspottet worden. Den Parteinachwuchs beschwor er, das Feld nicht "irgendwelchen Sektierern" zu überlassen - und meinte die Piraten.

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Edmund Stoiber
Edmund Stoiber (Bild: Thomas Kienzle/AFP/Getty Images)

Edmund Stoiber hat auf dem CSU-Netzkongress in München seinen Parteinachwuchs vor der Piratenpartei gewarnt. "Die Piraten gelten als hip und modern", sagte er, "aber man muss auch hinter die Fassade blicken". Wer wie die Piratenpartei Transparenz zum Maß aller Dinge mache, werde die Gesellschaft verändern, mahnte er; die Antwort von Twitter-Nutzer ole folgte direkt: "Das mit 'ändern wollen' ist Absicht, 6 setzen". Stoiber erklärte jedoch, die Welt werde dadurch "sehr kalt" und bat: "Überlasst das Feld nicht irgendwelchen Sektierern".

 
Video: 2. Netzkongress der CSU - Rede von Edmund Stoiber

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Stoiber betonte gleichzeitig, er sei ein "Fan des Internets", sehe "mehr die Chancen als die Risiken" und ein "riesiges Potenzial für die Demokratie" und Freiheit. Kinder bräuchten mehr Medienkompetenz, forderte Stoiber. Auch über ein entsprechendes Schulfach müsse diskutiert werden.

Die "Netzgemeinde" forderte er auf, sich politisch zu engagieren - diese fragte in Gestalt des Twitter-Nutzers Jörg Eisfeld-Reschke zurück: "Wer ist eigentlich diese #Netzgemeinde, von der #Stoiber spricht?". Bedenklich finde er jedoch die Bereitschaft, Daten im Internet, zum Beispiel bei Facebook, preiszugeben, erklärte Stoiber und fragte nebulös: "Ist es Freiheit, einem demnächst an der Börse notierten Konzern Daten zu überlassen, die der dann in Milliardengewinne umsetzt?"

Auch zum Thema Acta hatte Stoiber etwas zu sagen. Einige stellten im Zusammenhang mit Acta jedes Urheberrecht infrage, kritisierte er, das einzige deutsche Kapital sei allerdings der "Rohstoff Geist"; dieser müsse auch im Netz geschützt werden. Der CSU-Netzrat lehnt hingegen Acta in der jetzigen Form ab. Das betont das Gremium in seinem aktuellen Positionspapier, das auf dem Netzkongress diskutiert wird.



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