Edge-Links: Brave und Mozilla fangen die spezifischen Verweise ab

Sowohl Brave als auch Mozilla wollen die Microsoft-spezifischen Links zu Edge abfangen und selbst anzeigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch wenn Netscape kalter Kaffee ist: Browserkriege sind immer noch aktuell.
Auch wenn Netscape kalter Kaffee ist: Browserkriege sind immer noch aktuell. (Bild: Yuko Honda via flickr/CC-BY-SA 2.0)

Microsoft erschwert es in Windows 11 nicht nur, einen anderen Webbrowser als Edge standardmäßig zu verwenden, sondern erweitert zusätzlich noch die Verwendung von Edge-Links überall im Betriebssystem und den hauseigenen Apps, die an der geänderten Standardbrowsereinstellung vorbei die Nutzung von Microsofts Edge erneut erzwingen. Im Webbrowser Brave ist das Abfangen dieser Links bereits implementiert, bei Mozilla hat man mit der Umsetzung einer ähnlichen Funktion inzwischen begonnen.

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Hintergrund ist, dass Links die Verwendung von Edge erzwingen, wenn bei ihnen statt dem Protokoll https: ein microsoft-edge: hinterlegt ist. Microsoft will damit offenbar eine stärkere Verwendung von Edge erreichen und die Standardbrowsereinstellungen von Nutzern umgehen.

Die Idee ist nicht neu, angefangen haben Google und Apple

Weil in den Vorgängern von iOS Version 14 Apple nicht erlaubte, die Standardbrowsereinstellungen zu ändern und der Browser auf iOS-Geräten somit immer Safari war, kam Google im Jahr 2014 auf die Idee, googlechrome:-Links in die hauseigenen Such- und Mailapps für iOS einzubauen, damit aus ihnen die Chrome-Browser-Shell geöffnet wurde, statt eben Apples Safari.

Google hat diese Browser-spezifischen Links also entwickelt, um damit Apples antikompetitives Verhalten anzugreifen - nun nutzt Microsoft verstärkt die gleiche Technik auf dieselbe Weise und wärmt wieder einmal einen Browserkrieg auf.

Brave geht noch weiter und leitet Suchanfragen um

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Brave geht noch einen Schritt weiter und kann auch Suchanfragen aus Microsofts Apps auf die Standardsuchmaschine des Nutzers in Brave umleiten - klicken Nutzer also auf einen "Suchen mit Bing"-Button in Microsofts Apps, landen sie dadurch doch bei ihrer bevorzugten Suchmaschine.

Der Autor meint dazu

Doch ist das Fudeln mit appspezifischen Protokollen und Umleitungen von Suchanfragen nicht unbedingt deshalb ein Problem, weil es zu unterwarteten Nutzungserlebnissen führen kann - inklusive Fehlern und Sackgassen. Vielmehr ist zu befürchten, dass ein Phänomen von vor zehn bis zwanzig Jahren wieder verstärkt auftritt: Apps, die im Installationsprozess mal kurz Standardsuchmaschinen, Browser-Shells oder URL-Filter installieren. Denn die Entwicklung solcher Malware wird richtig billig, wenn sich andere bereits um das Aushebeln von Schutzmaßnahmen gekümmert haben und der Source-Code schon vorliegt.

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angrest 02. Dez 2021

Inzwischen unterstützt iOS andere Browser (etwas 1-2 Jahre). Auch wenn es wohl immer noch...

Karl-Heinz 01. Dez 2021

Hier (Osthessen) auch. Da aber eher mit Doppel-D: "De Könner tut ned huddele, net knorze...

Xandros 01. Dez 2021

Ganz einfache Lösung: Gibt es schon einen Web-Standard dafür? Dann diesen...

HeiligerBimBam86 06. Okt 2021

Auf jeden Fall sehr guter Stil erstmal alle anderen durchzubeleidigen, weil man selber...



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