Edge Foundation: Die spannendsten Neuigkeiten in der Wissenschaft 2015

Braucht Forschung Riesenbudgets? Oder können auch Projekte, die mit weniger Geld auskommen, wichtige Erkenntnisse liefern? Und wie steht es eigentlich um die Arbeitsweise der Wissenschaftler? Die Edge Foundation hat Antworten eingeholt.

Artikel veröffentlicht am ,
John Brockman (2009): ein Schlagloch, das bald vergessen ist
John Brockman (2009): ein Schlagloch, das bald vergessen ist (Bild: nrkbeta/CC-BY-SA 2.0)

Jedes Jahr stellt John Brockman, Gründer der Edge Foundation, den Intellektuellen Amerikas eine Frage und erhält etwa Essays als Antwort. Dieses Jahr hieß die Frage "Was war zuletzt die interessanteste wissenschaftliche Neuigkeit, und was macht sie wichtig?" Knapp 200 Antworten sind bereits eingetroffen und auf der Website abrufbar. Sie sind vielfältig, und manche interpretieren die Frage recht weit.

Stellenmarkt
  1. SAP HCM Inhouse Consultant (m/w/d)
    Dürr IT Service GmbH, Bietigheim-Bissingen
  2. Junior DevOps Engineer (w/m/d)
    Deutsche Welle, Bonn,Berlin
Detailsuche

Für den Komplexitätsforscher Samuel Arbesman etwa ist es die Verbesserung der Wettervorhersagen, von der die Öffentlichkeit kaum Notiz nimmt. Der Grund dafür sind schnellere Computer und verbesserte Algorithmen. Für ihn ist es auch ein Zeichen für die Verbesserung im Umgang mit komplexen Problemen.

Dragonfly Observatory kommt mit geringem Budget aus

Der Physiker und Mathematiker Freeman Dyson, bekannt für die Dyson-Sphäre und das Projekt Orion, nennt das Dragonfly Observatory als ein Beispiel für wissenschaftliche Anlagen, die ihre Erkenntnisse mit weniger Aufwand und Ausgaben erlangen als früher nötig gewesen wären. Etwa 50 Zwerggalaxien, Begleiter unserer Milchstraße, wurden mit zehn kleinen Teleskopen gefunden. Das Budget dafür betrug nur 200.000 US-Dollar, und so plädiert er dafür, einen größeren Teil des Wissenschaftsbudgets für solche kleineren Projekte zur Verfügung zu stellen.

Der Soziologe und Arzt Nicholas A. Christakis nennt den Vorbeiflug am Pluto als interessanteste Neuigkeit. Dabei geht es ihm aber nicht um die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Obwohl die Erkenntnisse neu sind, werden sie in der Öffentlichkeit viel weniger wahrgenommen. Sie wirken nur noch wie ein Schlagloch auf der Straße, das bald vergessen ist.

Wissenschaftler halten sich nicht an Standards

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    29.09.2022, virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    06.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Psychologin Judith Rich Harris beschäftigten vor allem die Probleme der Wissenschaft an sich, vor allem in der Medizin und Psychologie. Wissenschaftliche Erkenntnisse ließen sich nur in einem Drittel der Fälle reproduzieren, schreibt sie. In anonymen Umfragen gab mehr als die Hälfte der Wissenschaftler an, wissenschaftliche Standards wie die Nennung aller abhängigen Variablen nicht einzuhalten. Jeder Sechste gab zu, Umfragen und Untersuchung vorzeitig abzubrechen, wenn die Resultate dem erwarteten Ergebnis entsprechen.

Sobald alle Antworten eingetroffen sind, werden sie als Buch erscheinen und später auch auf Deutsch übersetzt. Die jährliche Frage wird seit 1998 gestellt. Alle Antworten, auch zu früheren Fragen, können auf der Webseite gelesen werden. Darunter etwa "Welche Konzepte sollten aus der Wissenschaft verschwinden?" aus dem Jahr 2014, "Wovor sollten wir Angst haben?" von 2013, "Was wird alles ändern?" von 2009 oder 2001: "Was nun?".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Manipulierte Ausweise
CCC macht Videoident kaputt

Hinter dem Stopp von Videoident-Verfahren bei den Krankenkassen steckt ein Hack des Chaos Computer Clubs. Der Verein fordert weitere Konsequenzen.

Manipulierte Ausweise: CCC macht Videoident kaputt
Artikel
  1. Autopilot Full Self Driving: Tesla Model 3 erkennt Kinder-Dummy mehrfach nicht
    Autopilot Full Self Driving
    Tesla Model 3 erkennt Kinder-Dummy mehrfach nicht

    Tesla scheint bei der neuen Beta des Full Self Driving keine Kinder auf der Fahrbahn zu erkennen. Dreimal wurde ein Dummy überfahren.

  2. Galaxy-Z-Serie im Hands-on: Samsungs Fold 4 und Flip 4 mit Top-SoCs und tollen Displays
    Galaxy-Z-Serie im Hands-on
    Samsungs Fold 4 und Flip 4 mit Top-SoCs und tollen Displays

    Samsungs neue Falt-Smartphones sehen ihren Vorgängern sehr ähnlich - technisch gibt es aber einige praktische Neuerungen.
    Ein Hands-on von Tobias Költzsch

  3. Datenschutz bei Whatsapp etc.: Was bei Messengerdiensten zu beachten ist
    Datenschutz bei Whatsapp etc.
    Was bei Messengerdiensten zu beachten ist

    Datenschutz für Sysadmins In einer zehnteiligen Serie behandelt Golem.de die wichtigsten Themen, die Sysadmins beim Datenschutz beachten müssen. Teil 1: Whatsapp & Co.
    Eine Anleitung von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Samsung SSD 2TB Heatsink (PS5) 219,99€ • ebay Re-Store bis -50% gg. Neupreis • Grafikkarten zu Tiefpreisen (Gigabyte RTX 3080 12GB 859€) • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs bis -30% • Sharkoon PC-Gehäuse -53% • Philips Hue -46% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /