Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung

Durch das Internet of Things (IoT) werden in den nächsten Jahren zig Milliarden Dinge mit ihrer IP-Adresse ins Internet eingebunden sein. Das Marktforschungsunternehmen Gartner etwa prognostizierte Anfang dieses Jahres, dass bis Ende 2017 weltweit mehr als 8,4 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein sollen, ein knappes Drittel mehr als im Jahr davor. Doch die reine Anbindung von Datenquellen wie Sensoren ist nutzlos, die Daten müssen auch verarbeitet werden. Edge-Computing soll dabei einige Probleme lösen, die damit einhergehen.
Unterschiedliche Anspruchsprofile im IoT
Um zu verstehen, warum das Thema Edge Computing derzeit so stark an Bedeutung gewinnt, hilft ein Blick darauf, welche Art von Geräten da genau ins Internet wandert. Die ersten Dinge im Netz waren – welch eine Überraschung – Netzwerkgeräte, Switches, Router und Ähnliches. Sie bilden auch künftig die Basis für ein Netzwerk, ihr Anteil am Internet der Dinge wächst aber im Vergleich zu den vielen anderen Dingen eher bescheiden. Den größten Anteil und das größte Wachstum sieht Gartner derzeit klar im Consumer-Markt. Kaum ein Fernseher kommt heute noch ohne smarte Internetanbindung aus, kleine Besserwisser wie Alexa, Siri und Cortana stehen hoch im Kurs. Das Smartphone hat ebenso eine IP-Adresse wie die immer beliebteren Body-Tracker. Starke Zuwächse verzeichnen auch internetfähige Digital-und Überwachungskameras.