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Technische Probleme

Golem.de: Ziel des Projekts war ja, das Gewächshaus unter extremen Bedingungen zu testen. Hat alles reibungslos funktioniert?

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Zabel: Wir hatten schon einige technische Probleme. Gerade die ersten drei Monate ist regelmäßig etwas kaputtgegangen. Aber bei einem neuen System im ersten Jahr in Betrieb ist das normal. Gegen Ende lief es dann stabil, und wir hatten fast keine Ausfälle mehr.

Golem.de: Was hat Probleme bereitet?

Zabel: Wir hatten zum Beispiel ein Problem mit verstopften Filtern. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass das so schnell geht. Außerdem hatten wir Probleme mit dem Thermalsystem, also mit der Temperaturregelung. Da sind uns Ventile eingefroren, was wir so auch nicht erwartet hatten. Obwohl man in die Antarktis geht und denkt, alles werde dafür gebaut, gab es hier und da doch ein paar Schwachstellen im System, die wir vor Ort lösen mussten.

Golem.de: Waren die Probleme den extremen Bedingungen geschuldet? Oder hätten sie beim Test schon auffallen können?

Zabel: Vor Ort herrschten Bedingungen, die wir hier in Bremen nicht testen konnten, wie für das Thermalsystem. Anderes ist erst nach einer gewissen Betriebszeit aufgetreten. Wir haben ja hier nur drei Monate getestet. Im Juni, Juli sind einige Pumpen kaputtgegangen. Am Anfang ist noch alles neu, wenn man es testet. Da funktioniert alles gut. Sobald es ein paar Monate läuft, fallen die Schwachstellen auf.

Golem.de: Wie ging das mit dem Reparieren? Haben Sie Ersatzteile einfliegen lassen?

Zabel: Einfliegen kann man im Winter nichts. Von Februar bis November gibt es keinen Nachschub, weder Lebensmittel noch Ersatzteile. Man muss dann mit den Sachen arbeiten, die man Ort hat - ähnlich wäre es auch bei einer Raumfahrtmission. Ich konnte alles soweit immer reparieren, allerdings am Ende teilweise nur noch notdürftig flicken, weil mir dann die Ersatzteile ausgegangen sind. Meine Kollegen fahren im Januar runter, bringen neue Ersatzteile fürs nächstes Jahr mit und tauschen Geräte aus, die uns Probleme bereitet haben.

Golem.de: Welche Lehren ziehen Sie aus dem Projekt?

Zabel: Das Wichtigste ist, die Technik Schritt für Schritt zuverlässiger zu machen. Dass eben weniger Arbeit mit Reparaturen und Wartung verbracht wird und mehr Zeit für Experimente und den Anbau der Pflanzen ist.

Golem.de: Das Gewächshaus steht in der Antarktis, entwickelt ist es für den Weltraum. Wie tauglich ist das System für den Weltraum? Könnte man es so in ein Raumschiff einbauen?

Zabel: Genauso nicht. Man müsste vor allem Raumfahrt-qualifizierte Teile einbauen, was wir jetzt noch nicht überall haben. Das ist einfach auch eine Preisfrage. Gerade bei Pumpen zum Beispiel: Da müsste man schauen, dass man Raumfahrt-taugliche Pumpen entwickelt. Aber wir wissen jetzt genauer, wo in so einem Gewächshaus die Schwachstellen sind. Für ein Marsgewächshaus muss man darauf achten, Geräte zu entwickeln, die eine lange Lebensdauer haben und zuverlässig arbeiten.

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 Viel Gemüse, aber keine ErdbeerenGemüse für die nächsten Überwinterer 
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Dino13 16. Jan 2019

Jetzt müssen nur noch Nüsse allen schmecken und keiner darf allergisch darauf sein...

PaulB 15. Jan 2019

Naja das authentische Szenario haben jetzt die Chinesen, dort keimen die ersten Samen auf...

Lanski 15. Jan 2019

Gutes Argument, Kurz Tür auf und einmal Durchzug is da nich drin. :D

wp (Golem.de) 15. Jan 2019

Das Projekt ist ja noch eine irdische Angelegenheit, und auf der Erde sind die 20- oder...

DeathMD 15. Jan 2019

Passend dazu gibt es auf ARTE gerade einen Themeschwerpunkt zum Mond, wo auch das Projekt...


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