Viel Gemüse, aber keine Erdbeeren

Golem.de: Sie erwähnten die Stüme. Das Gewächshaus ist 400 Meter von der Station entfernt. Welchen Einfluss hatte das Wetter auf Ihre Arbeit? Konnten Sie immer hingehen?

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Zabel: Ich konnte fast immer hingehen. An fünf oder sechs Tagen war der Wind so stark, dass ich nicht hingehen konnte. Ich bin aber auch in den Stürmen dort hingelaufen. Das ist deutlich anstrengender, gerade wenn Tiefschnee bis zu den Knien ist. Man läuft da eingepackt in die Polarkleidung, mit einem Rucksack auf dem Rücken. Da ist man 30 Minuten unterwegs und außer Puste, wenn man im Gewächshaus ankommt, weil das dann doch ganz schön anstrengend ist.

Golem.de: Was haben Sie in der Antarktis angebaut?

Zabel: Angebaut habe ich vier verschiedene Salatsorten, dann noch Rucola, Mangold und Radieschen, Schnittlauch, Petersilie und Basilikum, verschiedene Tomatensorten, Paprika, Gurken und Kohlrabi.

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Golem.de: Bei unserem ersten Treffen im April 2017 sagten Sie uns, dass Sie auch Erdbeeren züchten wollten, die aber schwieriger zu handhaben seien als andere Pflanzen. Wie ging es denn mit der Erdbeere?

Zabel: Erdbeeren hatte ich auch ausgesät. Die Pflanzen sind auch gut gewachsen, hatten richtig schöne Blätter und Blüten, haben aber leider keine Früchte produziert. Ich habe versucht, sie mit dem Pinsel und mit anderen Geräten zu bestäuben. Das hat leider nicht funktioniert. Wir müssen noch einmal schauen, woran es genau lag. Sobald wir wissen, wie wir es besser machen können, werden wir es vielleicht im übernächsten Jahr noch einmal mit den Erdbeeren in der Antarktis probieren.

Golem.de: Wie viel Gemüse haben Sie geerntet?

Zabel: Es waren immer so um die 30, 35 Kilogramm Gemüse pro Monat. Das ist schon recht viel. Wir hatten für die zehn Leute in der Überwinterung jeden Abend eine große Salatschüssel und immer auch viele frische Kräuter, mit denen unsere Köchin gearbeitet hat.

Golem.de: Was sagten die Kollegen zum frischen Grün?

Zabel: Das kam gut an bei der Besatzung. Am Ende habe ich oft gehört, dass sich keiner vorstellen kann, wie es ohne gewesen wäre. Wir haben uns mit unseren Vorgängern unterhalten, die sagten, es wäre toll gewesen, wenn sie auch schon das Gewächshaus gehabt hätten. Es kam also gut an. Es wurde unterschiedlich gegessen: Es gibt manche, die essen ein bisschen mehr Salat, andere essen ein bisschen weniger. Aber man hat eben die Möglichkeit, das zu essen.

Golem.de: Was gab es denn sonst zu essen?

Zabel: Der Großteil der Lebensmittel, gerade Fisch und Fleisch, und anderes Gemüse ist tiefgefroren. Es gibt auch noch ein Trockenlager mit Nudeln, Reis, Kartoffeln und so weiter. Aber der Großteil kommt aus dem Tiefkühler.

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 Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-BewohnerTechnische Probleme 
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Dino13 16. Jan 2019

Jetzt müssen nur noch Nüsse allen schmecken und keiner darf allergisch darauf sein...

PaulB 15. Jan 2019

Naja das authentische Szenario haben jetzt die Chinesen, dort keimen die ersten Samen auf...

Lanski 15. Jan 2019

Gutes Argument, Kurz Tür auf und einmal Durchzug is da nich drin. :D

wp (Golem.de) 15. Jan 2019

Das Projekt ist ja noch eine irdische Angelegenheit, und auf der Erde sind die 20- oder...

DeathMD 15. Jan 2019

Passend dazu gibt es auf ARTE gerade einen Themeschwerpunkt zum Mond, wo auch das Projekt...



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