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Eden ISS: DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern

Es gab frisches Gemüse im tiefsten Winter in der Südpolar-Region. Nun hat Paul Zabel, Wissenschaftler am DLR, seinen Aufenthalt in der Antarktis beendet. Als Nächstes werden die DLR-Forscher die Ergebnisse des Projekts Eden ISS auswerten. Das Gewächshaus wollen sie künftig ferngesteuert von Deutschland aus betreiben.

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Container-Gewächshaus des DLR in der Antarktis: Grün macht glücklich
Container-Gewächshaus des DLR in der Antarktis: Grün macht glücklich (Bild: DLR/CC-BY 3.0)

Der Gärtner ist wieder da, der Garten bleibt im tiefen Süden: Paul Zabel ist nach dem Ende seiner Mission in der Antarktis wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Der Container mit dem Gewächshaus bleibt in der Antarktis, bei der deutschen Forschungsstation Neumayer III.

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Ein Jahr hatte Zabel, Wissenschaftler am Bremer Institut für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, im Rahmen des Projekts Evolution and Design of Environmentally-closed Nutrition-Sources (Eden ISS) in der Antarktis verbracht. Er hatte in einem Gewächshaus, das in zwei 20-Fuß-Standard-Containern untergebracht ist, Gemüse angebaut. Die Pflanzen wachsen dort unter künstlichem Licht und ohne Erde. Ernährt werden sie mit einer Nährlösung. Golem.de hatte Zabel vorab in Bremen besucht und sich das Projekt erklären lassen.

Das Projekt ist - wie das kürzlich gestartete Schwesterprojekt Eu-Cropis - als Vorbereitung für künftige Raumfahrtmissionen gedacht: Mit einem Gewächshaus, wie es Zabel in der Antarktis bewirtschaftet hat, sollen sich Raumfahrer auf langen Flügen zum Mars oder Kolonisten auf dem Mars oder dem Mond mit frischem Gemüse versorgen.

Mehrere Kilogramm Salat, Gurken und Tomaten hat Zabel dort geerntet und damit die Forscher in der Forschungsstation Neumayer III versorgt. Sie sind im antarktischen Winter von der Außenwelt abgeschnitten und in der Zeit auf ihre Vorräte angewiesen. Das frische Gemüse hat ihren Speiseplan bereichert.

Sie sollen aber auch künftig nicht darauf verzichten: Im Januar reisen sechs DLR-Mitarbeiter zu der Forschungsstation. Sie sollen einige defekte Geräte reparieren und das Gewächshaus so umbauen, dass die Pflanzen in Zukunft aus der Ferne bestellt werden können. "Wir werden versuchen, den Container komplett aus Bremen zu steuern", sagte Eden-ISS-Projektleiter Daniel Schubert der Deutschen Presse-Agentur. Die Polarforscher sollen das Gewächshaus erst zur Ernte betreten.

Zabels Aufenthalt war ein Erfolg: "Unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Wir haben genug Essen für alle produziert", resümierte Schubert. Als Nächstes wollen die DLR-Forscher die Daten auswerten, um zu sehen, ob alles funktioniert hat, wie es sollte. Bis Mai kommenden Jahres sollen die Ergebnisse vorliegen. Außerdem sollen die Neumayer-III-Bewohner nach ihren Eindrücken befragt werden. Ziel des Projekts war nicht nur, sie mit frischem Grün zu versorgen, sondern auch für gute Stimmung zu sorgen.

"Experimente haben gezeigt, dass wenn Menschen sehr lange in Isolation leben, gerade auf einer Raumstation, wo sie von technischen Systemen umgeben sind und wo das eigene Leben an technischen Systemen hängt, dass Astronauten gern mit Pflanzen arbeiten, weil es auch ein Lebewesen ist, das betreut werden muss", sagte Zabel Golem.de. Die Pflanzen vermittelten "so etwas wie Heimatgefühl" und seien damit "für das psychologische Wohlbefinden der Crew wichtig". Im Mai werden wir erfahren, ob das auch für die Antarktis gilt.

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mitch77 27. Dez 2018

Jetzt geht es um ein anderes Experiment und damit einen anderen Wissensgewinn. Ein...

it-fuzzy 27. Dez 2018

Wahrscheinlich hat der Südpol jetzt auch schon eine bessere Netzverbindung, als viele...

Anonymer Nutzer 26. Dez 2018

Oder nahezu 0... das stimmt. Müssen Sie also doch den Sonnenstrom vom (antarktischen...

KlugKacka 26. Dez 2018

Von Deutschland aus Steuern, klar, damit die Gärtner eingespart werden. Und die Kunden...


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