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Eddy Cue: Führender Apple-Manager wollte iMessage für Android

Andere Führungskräfte bei Apple verhinderten eine iMessage-App für Android im Jahr 2013.

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Eddy Cue wünscht sich iMessage für Android.
Eddy Cue wünscht sich iMessage für Android. (Bild: Brendan McDermid/Reuters)

Apples führender Entwickler für Internet-Software und -Services, Eddy Cue, hat sich 2013 dafür eingesetzt, eine Android-Version der iMessage-App zu entwickeln. Das geht aus neuen Unterlagen im Rechtsstreit zwischen Epic und Apple hervor. Demnach wollte Cue ein komplettes Team dafür abstellen. Das wurde von anderen Führungskräften bei Apple verhindert.

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Der Spieleentwickler Epic wirft Apple vor, seine Kunden gezielt an das Ökosystem des hauseigenen Betriebssystems iOS zu fesseln und damit den Wettbewerb zu behindern. Dabei geht es auch darum, dass Apple die Kommunikationsplattform iMessage ganz bewusst nicht für Android bereitstellt, obwohl es technisch durchaus möglich ist.

Den Vorschlag für eine Android-Version der iMessage-App unterbreitete Cue in einem E-Mail-Austausch mit Craig Federighi, Apples Senior Vice President of Software Engineering, im April 2013. Er war eine Reaktion darauf, dass bekanntwurde, dass Google Whatsapp für 1 Milliarde US-Dollar kaufen wollte - damals war Whatsapp noch eigenständig und gehörte noch nicht zu Facebook.

Cue wollte iMessage zu einem starken Messenger machen

In dem internen E-Mail-Verkehr wollte Cue erreichen, dass Apple mit iMessage einen noch größeren Einfluss im Bereich der Messaging-Apps erzielt. Das setzte aber voraus, dass iMessage auch auf anderen Plattformen läuft, vor allem Android. Federighi sah keine große Chance, Whatsapp-Nutzer dazu bewegen zu können, den Messengerdienst zu wechseln. Dafür reiche es nicht, nur eine etwas bessere App anzubieten, argumentierte Federighi.

Federighi befürchtete, dass eine iMessage-App für Android nur dafür sorge, dass Eltern mit einem iPhone ihren Kindern ein Android-Smartphone statt ein iPhone kaufen. Das sah auch der ehemalige Apple-Manager und aktuelle App-Store-Chef Phil Schiller in einer internen E-Mail als große Gefahr: "iMessage auf Android würde lediglich dazu dienen, dass man iPhone-Familien nicht mehr daran hindern könnte, ihren Kindern Android-Smartphones zu kaufen".

In dem Rechtsstreit mit Epic zeigt sich, dass Cue weiterhin von einer Android-Version der iMessage-App überzeugt ist. Cue wurde gefragt, ob er glaube, "dass das Fehlen von iMessage auf Android ein Hindernis für Familien darstellt, ihren Kindern Android-Telefone zu geben?" Cue antwortet: "Nein, überhaupt nicht." Mit dieser Ansicht scheint Cue aber unter Apples Führungskräften eher allein zu stehen.

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Chancen für iMessage für Android sehr gering

Damit wird das exklusiv für iPhone, iPad und MacOS verfügbare iMessage wohl weiterhin nicht für das Betriebssystem Android erscheinen. iMessage ist seit 2011 als Standard-Messenger unter iOS eingerichtet und für viele iPhone-Nutzer insbesondere in den USA die alltägliche Kommunikationsplattform.

Epic befindet sich seit Monaten im Streit mit Apple und war zuletzt mit einer Klage in Großbritannien gescheitert. Auslöser für den Konflikt war die Verbannung des Erfolgstitels Fortnite aus dem App Store. Epic Games hatte versucht, Provisionszahlungen an Apple zu umgehen und ein eigenes Bezahlsystem in die App integriert. Seither bildet der Entwickler unter dem Motto "Free Fortnite" die Speerspitze im Kampf gegen Apples Monopolstellung im iOS-Ökosystem, über die viele App-Entwickler seit Jahren klagen.

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