EDAQS Dice: Banknoten mit RFID sollen entwertet werden können

Nach einem Banküberfall oder der Lösegeldübergabe könnten Banken künftig das Bargeld einfach elektronisch entwerten. Möglich machen das ein RFID-Modul und ein Erfassungssystem, das ein österreichisches Unternehmen für Banknoten entwickelt hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Dice auf einer 100-US-Dollar-Note
Dice auf einer 100-US-Dollar-Note (Bild: EDAQS)

Aus Österreich stammt die Idee für das Bargeld mit RFID-Chip. Dice (Dynamic Intelligent Currency Encryption) von EDAQS soll mit einem Funkchip ausgerüstet werden, der beim Einzahlen und Auszahlen bei Banken und Geschäften automatisch registriert wird. So ist stets bekannt, wo sich der jeweilige Schein zuletzt befand. Die dazu erforderlichen Terminals müssten zudem online sein, denn das System setzt auf eine zentrale Verwaltung.

Stellenmarkt
  1. Microsoft Dynamics Business Central Developer / Programmierer (m/w/d)
    Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser, Isernhagen
  2. Projektmanager Digitalisierung Vertrieb (m/w/d)
    MVV Energie AG, Mannheim
Detailsuche

Wem das Geld ausgezahlt wurde, soll offenbar nicht gespeichert werden. So soll die Anonymität gewahrt bleiben, die eines der Hauptmerkmale von Bargeld ist. Da die Scheine auch weiterhin von Person zu Person weitergegeben werden können, ohne gescannt zu werden, wäre es auch unmöglich, eine lückenlose Zuordnung vorzunehmen.

Mit einem derartigen Chip ausgestattete Scheine würden nicht nur verschlüsselt ihren Wert und ihre Seriennummer enthalten, sondern könnten im System als gestohlen oder geraubt gemeldet werden. Dann könnten sie beim nächsten Benutzen an einem Terminal unbrauchbar gemacht werden.

Erste Gespräche laufen

Dem österreichischen Wirtschaftsmagazin "Trend" sagte EDAQS-Mitgründer Daryl de Jorí, dass es bereits erste Interessenten für das System aus Russland und Australien gebe. Die Zentralbanken der Länder befinden sich in Gesprächen mit dem Unternehmen.

Golem Akademie
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Ende 2001 war es unberechtigt zu Spekulationen gekommen, dass die europäische Zentralbank plant, RFID-Chips in Euro-Banknoten zu integrieren, um die Fälschbarkeit der Scheine unmöglich zu machen. Hitachi hatte im Sommer 2001 eine prototypische RFID-Applikation vorgestellt, die auf einer Fläche von nur 0,4 Quadratmillimetern sowohl die Antenne als auch den Chip unterbringt und nur 60 Mikrometer dick ist. 2007 stellte das Unternehmen sogenannten RFID-Staub als Prototyp vor, dessen Funkchips gerade einmal 0,05 x 0,05 mm messen und 5 Mikron dick sind. Sie sind zur Einarbeitung in Papier gedacht und mit einem 128-Bit-ROM ausgestattet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


HansGsottbauer 29. Nov 2015

Auf einem 0,4 Quadratmillimeter-Chip lässt sich keine Antenne für die Sendefrequenz von 2...

crmsnrzl 28. Mai 2015

Bei mir nicht. Vorgestern einen Joghurt für 0,19¤ und ein Brötchen für 0,29¤ im Penny mit...

plutoniumsulfat 27. Mai 2015

Eben, nutze ich Bargeld, wird es nicht verfolgt.

plutoniumsulfat 27. Mai 2015

Sein Wasserhahn geht auch heute ohne Strom nicht - wenn der Ausfall größer ist als nur...

tKahner 27. Mai 2015

Für den einzelnen Euro ist das ist sicherlich richtig. Aber es ist die Summe der Euros...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Virtueller Netzbetreiber: Lycamobile ist in Deutschland insolvent
    Virtueller Netzbetreiber
    Lycamobile ist in Deutschland insolvent

    Lycamobile im Netz von Vodafone ist pleite. Der Versuch, über eine Tochter in Irland keine Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen, ist gescheitert.

  2. Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
    Arbeiten bei SAP
    Nur die Gassi-App geht grad nicht

    SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
    Von Elke Wittich

  3. VATM: Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten
    VATM
    Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten

    Die beiden großen Telekommunikationsverbände VATM und Breko sind hinsichtlich einer Spaltung der Bundesnetzagentur gespalten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /