Ecotel Communication: Kupferabschaltung bringt Probleme für Unternehmenskunden
Was die Kupferabschaltung für B2B-Diensteanbieter bedeutet, hat der Ecotel-Chef beim Tele-Kompass des VATM in Berlin erklärt. Weit über 20 Millionen DSL-Anschlüsse seien noch aktiv.
Viele hofften, dass die Kupferabschaltung einen Run auf die Glasfaser auslösen werde. Das sagte VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer am 20. Februar 2024 beim Tele-Kompass des Verbands in Berlin. "Wir haben aber weit über 20 Millionen DSL-Anschlüsse, die noch aktiv sind."
Markus Hendrich, Chef von Ecotel Communication, erklärte, dass es dort, wo heute nur die Telekom aktiv sei, schlecht aussehe für Diensteanbieter, wenn sie das Kupfernetz abschalte. Wenn man sich die "Preisstruktur von DSL zu Glasfaser" betrachte, dann werde "das teuer". Doch Unternehmenskunden seien weniger preissensitiv.
Ecotel vermarktet mit einem dreistelligen Millionenumsatz Produkte für Geschäftskunden (B2B), ohne ein eigenes Netz zu besitzen. "Das macht ein Drittel des Gesamtumsatzes aus", sagte VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer über die gesamte Telekommunikationsbranche.
Ecotel als Diensteanbieter für Unternehmen
Ecotel sei ein Unternehmen der ersten Stunden, das sich ausschließlich auf Dienste für Geschäftskunden fokussiere. "Wir setzen die Dienste obendrauf", erklärte Hendrich das Geschäftsmodell. In Großbritannien sei die Nutzung von Cloudtelefonanlagen schon bei 70 Prozent, in Deutschland gerade mal bei 20 Prozent. "Da ist ganz viel Geschäft zu machen", sagte Hendrich.
Immer häufiger müsse er amerikanische Zugangsmedien nutzen, weil die deutschen Mobilfunknetze nur 98 oder 99 Prozent der Bevölkerung erreichten, aber eben keinen Tankstellenrasthof. "Wir haben über 40 große Partnerschaften mit Unternehmen, die signifikant ausbauen", betonte er. Das trage dazu bei, die Infrastruktur auszulasten.
"Wir brauchen, um Geschäftskunden zu versorgen, den Zugang zu jeder Infrastruktur, die in Deutschland vorhanden ist, und da ist nach wie vor auch die Deutsche Telekom dominierend", sagte der Ecotel-Chef. Würde die aus der Regulierung entlassen und ihre Netze morgen schließen, könne man den großen Teil der Zielkunden gar nicht mehr erreichen. Und auf Vorleistungen zurückzugreifen, wäre nicht mehr marktgerecht.
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Businessanschlüsse werden gegen Gebühr überall hin gebaut. Dann hat man in der Regel bei...
Also nicht nur wirr im Schädel, sondern auch faul und inkompetent.
Und dann hat man ein Netz mit Technik gekauft, deren EoL von den ersten Herstellern...
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