EcoPaintJet Pro: BMW lackiert Autos mit dem Tintenstrahldrucker

Die neue Lackiertechnik EcoPaintJet Pro von Dürr(öffnet im neuen Fenster) funktioniert ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker, bedruckt aber Autos. Von diesem Verfahren profitieren nicht nur die Kunden, sondern auch die Umwelt, wie die Webseite Carscoops berichtet.(öffnet im neuen Fenster) EcoPaintJet wird auf einem Roboter installiert und trägt den Lack direkt auf, wobei ein Applikator auf der Unterseite mit einer Düsenplatte ausgerüstet ist. Die Platte ist mit 50 Löchern versehen, die gerade einmal einen Durchmesser von einem Zehntelmillimeter aufweisen. Der Lack wird aus 3 cm Entfernung auf das Objekt gesprüht.
Durch den präzisen Farbauftrag wird keine Farbe verschwendet. Außerdem muss – anders als bei einer gewöhnlichen Lackierpistole – kein hoher Druck aufgebaut werden, was weniger energieintensiv ist. Das neue Verfahren kommt zudem ohne Elektrostatik aus.
Der Druck erlaubt eine variable Lackierbreite zwischen 1 mm und etwa 50 mm. Die Präzision ist so hoch, dass eine zweifarbige Lackierung ohne Maskierung möglich ist. Das macht das Druckverfahren auch günstiger als traditionelle Methoden.
BMW nutzt das Druckverfahren bei einer Kleinserie des M4. Die Marktreife soll 2022 erreicht werden.