Econelo M1: Netto verkauft Elektro-Kabinenroller für 5.800 Euro

Netto hat das Mini-Elektroauto Econelo M1 ins Programm genommen, während Sicherheitsexperten des ADAC vor Leichtkraftmobilen warnen.

Artikel veröffentlicht am ,
Econelo M1
Econelo M1 (Bild: Netto/Composing: Andreas Donath)

Vier Räder, Scheiben und ein Dach: Der Lebensmitteldiscounter Netto verkauft das Leichtkraftfahrzeug Econelo M1 für rund 5.800 Euro. Beim Hersteller kostet es ab 6.799 Euro.

Das Fahrzeug verfügt über einen Elektro-Heckantrieb mit 2.200 Watt und darf maximal 45 km/h fahren. Damit ist es als Leichtkraftfahrzeug oder leichtes vierrädriges Kraftfahrzeug einzuordnen. Eine Hauptuntersuchung und Zulassung sind hierzulande nicht erforderlich. Voraussetzung für die Nutzung ist lediglich ein Führerschein der Klasse AM. Der theoretische Unterricht umfasst 14 Doppelstunden. Die Anzahl der Fahrstunden ist nicht vorgeschrieben.

Im Econelo M1 ist ein Blei-Gel-Akku für eine Reichweite von bis zu 80 km verbaut. Aufgeladen wird das Fahrzeug an einer Schuko-Dose, was nach Angaben des Discounters 8 Stunden dauert.

  • Econelo M1 (Bild: Netto)
  • Econelo M1 (Bild: Netto)
  • Econelo M1 (Bild: Netto)
  • Econelo M1 (Bild: Netto)
Econelo M1 (Bild: Netto)

Im Econelo finden zwei Personen hintereinander Platz, wobei die Passagiere zusammen nicht mehr als 160 kg wiegen dürfen. Das Mini-Elektroauto wiegt leer 350 kg.

Es verfügt über Scheibenbremsen vorn und hinten sowie über eine Handbremse. Die Außenspiegel sind manuell verstellbar. Das Gefährt ist mit Blinkern und einer Rückfahrkamera sowie mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Dazu kommen Scheibenwischer und verstellbare Sitze.

Die Kundenbewertungen sind durchwachsen. Eine Kundin schreibt, dass sie den Kauf nicht bereue und mit der Kommunikation mit dem Hersteller zufrieden gewesen sei, eine andere Kundin, sie habe das Fahrzeug zurückgeben müssen, weil es Schwierigkeiten mit großen Steigungen gehabt habe. Ein Käufer meldet, dass sein Fahrzeug schon einen Bremsschaden erlitten habe.

Der ADAC hatte in Crashtests gezeigt, dass Leichtkraftfahrzeuge in Standard-Crash-Situationen nicht gut abschneiden. Die Ergebnisse waren schlecht, obwohl extra die Frontaufprallgeschwindigkeit gesenkt worden war. Keines der damals getesteten Fahrzeuge, unter anderem ein Renault Twizy, erreichte ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der ADAC folgerte, dass bei allen Modellen ein hohes Verletzungsrisiko besteht. Der Econelo M1 von Netto wurde vom ADAC bisher nicht getestet.

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Kein Kostverächter 01. Mär 2021

Da stehst du aber falsch. Man bildet an einer roten Ampel in der Stadt keine...

dummzeuch 23. Feb 2021

Bei dem o.g. Biro gibt es eine Version mit entnehmbarer Batterie, die dann mittels einem...

gan 22. Feb 2021

Das habe ich auch nicht. Es ist politisch gewollt. Es gibt durchaus Hersteller, die...

flasherle 22. Feb 2021

nein, aber man sollte zumindest mal die erlaubte Geschwindigkeit in der Stadt schaffen...



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