Eco und GI: Internetbranche und Informatiker gegen Fachkräftemangel

Die Gesellschaft für Informatik (GI) und der Providerverband Eco haben eine Partnerschaft gegen den Fachkräftemangel in der IT-Branche vereinbart(öffnet im neuen Fenster) . Unter anderem wollen sie die Aus- und Weiterbildung von IT-Nachwuchs und Fach- und Führungskräften unterstützen und Forschungskonsortien bilden, um Informationstechnologie und Informatik in der Gesellschaft sichtbarer zu machen. Zudem soll es eine Zusammenarbeit bei der Praktikumsvergabe geben.
"Der Fachkräftemangel in der Informatik wird immer mehr zu einem ernstzunehmenden Problem der deutschen Wirtschaft" , sagte GI-Präsident Oliver Günther bei der Vertragsunterzeichnung in Berlin. "IT und Internetwirtschaft in Deutschland brauchen eine Sichtbarkeit auf politischer und gesellschaftlicher Ebene" , erklärte Eco-Chef Michael Rotert.
Rund 18.000 unbesetzte Stellen gibt es laut Bitkom-Angaben in der IT-Branche, 15.000 davon bei Softwarefirmen und IT-Dienstleistern. Weitere 2.400 IT-Experten würden von Hardwareherstellern und Produzenten von Unterhaltungselektronik gesucht, 600 von Anbietern von TK-Dienstleistungen. 75 Prozent der IT-Unternehmen, die freie Stellen haben, suchten Softwareentwickler. Mit deutlichem Abstand folgen IT-Berater (24 Prozent), Marketing- und Vertriebsspezialisten (23 Prozent), Anwendungsbetreuer und Administratoren (20 Prozent).
An den Hochschulen gab es im vergangenen Jahr 48.423 Studienanfänger im Fach Informatik, ein Anstieg um 17,8 Prozent. Doch 2011 kamen nur rund 16.390 Hochschulabsolventen aus den IT-Disziplinen auf den Arbeitsmarkt. Damit lag die Absolventenzahl etwa auf Vorjahresniveau und stieg nur um 1,5 Prozent.



