Eco: Rechenzentumsbetreiber wollen mehr und noch billigeren Strom
Die Nachfrage für Strom für Rechenzentren entwickelt sich dreimal schneller als das Angebot. Das hat Alexander Rabe, Geschäftsführer des Eco – Verband der Internetwirtschaft, am 25. März 2026 auf der Breko-Veranstaltung Fiberdays in Frankfurt am Main gesagt(öffnet im neuen Fenster) . "Wir haben eine massive Ausbaulücke" , erklärte Rabe, der erneut noch niedrigere Strompreise für die Rechenzentrumsbetreiber gefordert hat.
Doch schon heute zahlen Rechenzentrumsbetreiber kaum die Hälfte des Preises für eine Kilowattstunde, der den privaten Haushalten berechnet wird. KI-Rechenzentren zahlen noch weniger. Auch legt man den Ausbau der großen Übertragungsnetze wie Südlink über die Netzentgelte auf alle Stromkunden um.
Die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen im Eco begrüßte am 26. März 2026 die vom hessischen Digitalisierungsministerium vorgestellten Eckpunkte. Insbesondere ein strategisch gesteuerter Ausbau der Rechenzentrumskapazität wurde von der Branche als positives Signal gewertet.
Entscheidung der Bevölkerung von Groß-Gerau abgelehnt
Béla Waldhauser, Sprecher der Allianz im Eco, erklärte: "Die stärkere Integration von Rechenzentren in das Energiesystem ist grundsätzlich richtig. Allerdings ist derzeit nicht ausreichend definiert, welche konkreten Anforderungen sich daraus für Betreiber ergeben." Konkrete Aussagen zum Ausbau der Stromnetze seien jedoch ausgeblieben.
"Wenn der Ausbau der Energieinfrastruktur nicht konsequent mitgedacht wird, bleibt dies auch weiterhin ein zentrales Nadelöhr für Wachstum. Schon jetzt hat die Großregion Frankfurt/Main zu wenig Stromkapazitäten für weitere Rechenzentren zur Verfügung" , so Waldhauser.
Aktuelle Entwicklungen wie die Ablehnung von Rechenzentrumsprojekten, etwa in Groß-Gerau, unterstreichen aus Sicht der Allianz die Bedeutung klarer und verlässlicher Rahmenbedingungen. Die Regierung müsse – offenbar unabhängig von der Entscheidung des Stadtparlaments – "die notwendigen Infrastrukturen ermöglichen – und dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen" , erklärte Waldhauser.
SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler und Linke stimmten gegen das Projekt eines US-Unternehmens. Es umfasste ein Investitionsvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro und sah fünf Gebäudeblöcke auf einer Fläche von etwa 20 Fußballfeldern im Stadtteil Dornberg vor.
Die Anwohner hatten sich zuvor in einer Bürgerinitiative organisiert. Sie kritisierten vor allem die geplante Dimension der Gebäude, die mit mehr als 30 Metern die höchsten Hochhäuser der Stadt überragt hätten.
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