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Eco-Rating: Congstar führt Ökobewertung für Smartphones ein

Die von der Eco-Rating-Initiative übernommene Bewertung schließt leider den Update-Zeitraum für Smartphones nicht mit ein.
/ Tobias Költzsch
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Zu einigen Smartphones gibt es das Eco-Rating bereits - unter anderem zum Galaxy S20 FE. (Bild: Samsung)
Zu einigen Smartphones gibt es das Eco-Rating bereits - unter anderem zum Galaxy S20 FE. Bild: Samsung

Der Anbieter Congstar übernimmt die Ökobewertung der Eco-Rating-Initiative für die auf seiner Webseite angebotenen Smartphones. Damit will Congstar(öffnet im neuen Fenster) es Nutzern ermöglichen, ihr Smartphone besser als bisher nach nachhaltigen und umweltverträglicheren Gesichtspunkten auszuwählen.

Der Eco-Rating-Score beinhaltet fünf Komponenten: Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit, Recyclingfähigkeit, Klimaverträglichkeit und Ressourcenschonung. Die beste Punktzahl ist 100 – je näher ein Smartphone an diesem Maximalwert ist, desto besser soll es für die Umwelt sein. Anzumerken ist natürlich, dass die Produktion eines Smartphones eigentlich nie umweltverträglich ist.

Entwickelt wird der Eco-Rating-Score von einer Initiative(öffnet im neuen Fenster) , der auch die großen Mobilfunkbetreiber in Deutschland angehören – Telekom, Vodafone und Telefónica. Zudem arbeiten eine Reihe von Smartphone-Herstellern mit, unter anderem Samsung, Xiaomi, Motorola, Fairphone, Oneplus, Oppo, Realme und Huawei.

Neue Modelle haben noch keinen Öko-Score

Bis Ende 2021 hat die Eco-Rating-Initiative ca. 180 Smartphone-Modelle bewertet – entsprechend fehlen die Angaben bei neuen Modellen aus dem Jahr 2022. Im Shop von Congstar wird der Gesamtscore künftig direkt sichtbar sein, dazu gibt es eine Aufschlüsselung in die fünf Unterkategorien. Die Informationen sind bereits auf einigen Produktseiten(öffnet im neuen Fenster) bei Congstar zu finden. Eine detaillierte Erklärung der Unterkategorien gibt es auf der Homepage der Eco-Rating-Initiative(öffnet im neuen Fenster) .

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Der Eco-Rating-Score berücksichtigt im Punkt Langlebigkeit leider nicht den Zeitraum der von den Herstellern angebotenen Software-Updates. Diese stellen allerdings in puncto Langlebigkeit eine wichtige Stütze dar: Je länger Nutzer Updates erhalten, desto länger werden sie ihr Smartphone verwenden, solange es technisch in Ordnung ist.

Gerade bei Smartphone-Modellen der guten Mittelklasse und der Oberklasse ist der Update-Zeitraum entscheidend: Die Geräte sind technisch mittlerweile so gut ausgestattet, dass sie über mehrere Jahre problemlos nutzbar sind. Ohne Updates, vor allem Sicherheitspatches, kann die Nutzung aber irgendwann sogar gefährlich werden, wenn Sicherheitslücken nicht geschlossen werden.

Einige Smartphone-Hersteller wie Samsung versprechen mittlerweile fünf Jahre lang Sicherheitsupdates – auch bei preiswerteren Smartphones. Ein derartiger Updatezeitraum ist im Android-Bereich allerdings noch lange kein Standard, weshalb eine Berücksichtigung in einem Öko-Rating sinnvoll wäre. Fraglich ist auch, wie objektiv ein von Netzanbietern und Herstellern gegründetes Ökolabel sein kann.


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