Eco Allianz: Betreiber wollen Strompreisbremse auch für Rechenzentren

Auch die Rechenzentren wollen, dass ihr hoher Stromverbrauch staatlich subventioniert wird. 16 Milliarden Kilowattstunden im Jahr verbrauchen alle Rechenzentren in Deutschland.

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Server im Rechenzentrum des französischen Mobilfunkbetreibers SFR in Cesson-Sévigné am 14. Dezember 2020
Server im Rechenzentrum des französischen Mobilfunkbetreibers SFR in Cesson-Sévigné am 14. Dezember 2020 (Bild: DAMIEN MEYER/AFP via Getty Images)

Die Betreiber von Rechenzentren wollen in den Gesetzentwürfen zu Energiepreisbremsen berücksichtigt werden. Das gab die Eco Allianz digitale Infrastrukturen am 24. November 2022 bekannt. "In Bezug auf die Strompreisbremse fordern wir die Bundesregierung konkret dazu auf, die europäischen Spielräume auszunutzen und Rechenzentren als systemrelevante Branche auch im Rahmen geplanter Nothilfeprogramme im Kontext der Energiekrise zu berücksichtigen", sagte Volker Ludwig im Namen der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen.

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Die Strompreisbremse ist zusammen mit der Gaspreisbremse Teil der zweiten Stufe des Entlastungspakets der Bundesregierung. Die Regelung, der am 16. Dezember 2022 noch der Bundesrat zustimmen muss, sieht vor, dass der Strompreis für private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen mit einem Stromverbrauch von bis zu 30.000 Kilowattstunden auf 40 Cent pro Kilowattstunde begrenzt wird. Dies ist auf 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs beschränkt.

Aktuell seien die Rechenzentren mit Regulierungsansätzen konfrontiert, "die uns an dem Bekenntnis der Bundesregierung zu einem leistungsfähigen, digital souveränen und nachhaltigen Digitalstandort Deutschland zweifeln lassen", erklärte Ludwig. Der aktuell zur Kommentierung übersandte Entwurf einer Strompreisbremse weise Rechenzentren nicht als energieintensiven Letztverbraucher und damit auch nicht als potenziellen Empfänger für Ausgleichszahlungen für die gestiegenen Strompreise aus. Zudem werde die Branche im jüngst bekannt gewordenen Entwurf des Energieeffizienzgesetzes als "energieintensiv" behandelt, "die als einziger Wirtschaftsbereich explizit einen eigenen Abschnitt bekommt".

16 Milliarden Kilowattstunden im Jahr verbrauchen alle Rechenzentren in Deutschland zusammen. Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt in Deutschland kommt im Jahr auf 3.000 Kilowattstunden.

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Der Referentenentwurf des Energieeffizienzgesetzes sieht konkrete Einsparziele für den Energieverbrauch in Deutschland vor. Unternehmen mit einem Jahresenergieverbrauch von mehr als zehn Gigawattstunden sollen verpflichtet werden, Umweltmanagementsysteme einzuführen und Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Neue Rechenzentren sollen zur Einhaltung von Energieeffizienzstandards und zur Abwärmenutzung verpflichtet werden. Rechenzentren in Deutschland müssten laut Bitkom bereits jetzt die Hälfte der Betriebskosten für Stromkosten veranschlagen.

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