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eCitaro: Daimlers E-Bus künftig mit Brennstoffzelle und Festkörperakku

Der neue Elektrobus Mercedes-Benz eCitaro kommt mit einer Akkuladung bei schlechten klimatischen Bedingungen nur 150 km weit. Um die Reichweite zu erhöhen, ist der Einsatz von Festkörperakkus und später Brennstoffzellen geplant.

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eCitaro
eCitaro (Bild: Daimler)

Daimler will bei seinem neuen Elektrobus eCitaro zumindest teilweise Nachrüstmöglichkeiten auf neue Akkutechnik anbieten, wenn diese verfügbar ist. Aktuell verwendet der Bus Lithium-Ionen-Akkus mit einer Reichweite von 150 km bei hohem Klimatisierungsbedarf und von 250 km unter Idealbedingungen. Lithium-Ionen-Akkus mit größerer Kapazität und daraus resultierender gesteigerter Reichweite sollen Kunden in drei Jahren zum Umrüsten angeboten werden. Dann steige die Gesamtkapazität auf bis zu 330 kWh. Aktuell liegt sie bei 243 kWh.

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Später sollen Lithium-Polymer-Akkus folgen, die auch als Festkörperakkus bezeichnet werden. Das sollte die Akkukapazität auf rund 400 kWh steigern. Allerdings ist hier kein Umrüsten möglich, auch eine Schnellladung ist bisher nicht machbar. Der Bus soll künftig auch durch einen Range-Extender ergänzt werden können, wobei eine Brennstoffzelle zur Stromerzeugung verwendet wird. So wird die Reichweite auf das Niveau heutiger Busse mit Verbrennungsmotor erhöht.

Der im März 2018 angekündigte eCitaro hat ein Thermomanagementsystem. Im Vergleich zum aktuellen Citaro mit Verbrennungsmotor sank der Energiebedarf für Heizung, Lüftung und Klimatisierung um rund 40 Prozent. Nur so kann der eCitaro auch unter ungünstigen Bedingungen eine entsprechende Reichweite fahren, ohne dass Fahrgäste frieren oder schwitzen müssen. Die Leistung von Heizung und Klimaanlage wird in Abhängigkeit von der Zahl der Fahrgäste gesteuert. Die Auslastung wird über Achslastsensoren ermittelt.

  • eCitaro (Bild: Daimler)
  • eCitaro (Bild: Daimler)
  • eCitaro (Bild: Daimler)
  • eCitaro (Bild: Daimler)
  • eCitaro (Bild: Daimler)
  • eCitaro (Bild: Daimler)
  • eCitaro (Bild: Daimler)
eCitaro (Bild: Daimler)

Der Fahrgastraum des eCitaro wird energiesparend durch eine Wärme­pumpe beheizt. Für den punktuellen Einsatz bei extremen Witterungs­verhältnissen im Bereich von minus zehn Grad Celsius und darunter oder zur Verlängerung der Reichweite kann optional eine kraftstoff­betriebene Zusatzheizung verwendet werden.

Der neue Elektrobus hat ein deutlich abgewandeltes Design im Vergleich zum Citaro mit Verbrennungsmotor. Die Dachaufbauten verbergen sich hinter einer Dach­randerhöhung. Diese besteht aus einem mehrteiligen Aluminiumstrangpress­profil.

Der Antrieb des eCitaro stützt sich auf die Elektroportalachse ZF AVE 130 mit Elektromotoren an den Radnaben. Die Peakleistung der Motoren beläuft sich auf zweimal 125 kW, das Drehmoment auf zweimal 485 Nm. Lithium-Ionen-Akkus mit einer Gesamtkapazität von bis zu 243 kWh übernehmen die Stromversorgung, wobei zwei Module auf dem Dach und vier im Heck zur Grundausstattung gehören. Je nach Kundenanforderung kommen zwei oder vier weitere Module auf das Dach des eCitaro.

Zunächst soll der Bus über einen Combo-2-Stecker aufgeladen werden. Optional kann der eCitaro auch per Dachstromabnehmer aufgeladen werden, wobei Daimler sowohl einen fahrzeug­- als auch einen ortsfestem Stromabnehmer anbieten will. Wann die Stromabnehmer-Version zur Verfügung steht, ließ Daimler offen.

Der Serienstart soll noch Ende 2018 erfolgen. Erste Aufträge liegen nach Angaben von Daimler bereits vor, darunter von Rhein-Neckar-Verkehr in Ludwigshafen, der Hamburger Hochbahn und den Berliner Verkehrsbetrieben BVG. Einen Preis nannte Daimler nicht.



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osolemio84 11. Jul 2018 / Themenstart

Auch das ist nur eine Preisfrage; naja und eine Frage des Umweltimpaktes (der aber bei...

rog_NB 11. Jul 2018 / Themenstart

sampelman: Du bist nicht ganz korrekt informiert. Die Mercedes war schon 1974 mit...

osolemio84 11. Jul 2018 / Themenstart

Den Tesla 3 habe ich übrigens noch nie live gesehen. Aber ich finde das Model S schon...

Eheran 11. Jul 2018 / Themenstart

Ich habe doch erst vor ein paar Tagen gezeigt, dass das kein Problem ist. Kupfer ist...

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