Echo und Co.: Armband stört Mikrofone von smarten Lautsprechern
Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität Chicago(öffnet im neuen Fenster) hat ein Armband entworfen, mit dem sich Mikrofone in der näheren Umgebung stören lassen. Das Gerät sendet über zahlreiche Transducer White Noise im Ultraschallbereich von 24 bis 26 kHz aus. Dieser wird von Mikrofonen in hörbare Störungen umgewandelt, wie die Forscher festgestellt haben. Die meisten Menschen können derartige Frequenzen nicht wahrnehmen.
Entstanden ist das tragbare Störgerät nach dem Kauf eines Amazon-Echo-Lautsprechers. Wie die New York Times schreibt(öffnet im neuen Fenster) , hat der Computerwissenschaftsprofessor Ben Zhao ein derartiges Gerät mit nach Hause gebracht, was seine Frau Heather Zheng, ebenfalls Professorin für Computerwissenschaften, aus Gründen der Privatsphäre nicht begeisterte. Also machten sich die Wissenschaftler an die Arbeit, um ein tragbares und effektives Störgerät zu bauen.
Tragbarkeit verbessert die Abdeckung
Der tragbare Aspekt des Armreifs verbessert die Abdeckung des Störsignals: Normalerweise würden sich die durch die ringförmig angebrachten Transducer ausgesendeten Signale überlagern und entsprechend neutralisieren. Ein in einem derartigen Blind Spot aufgestelltes Mikro könnte eine Konversation also weiter aufzeichnen. Durch die Bewegung des Arms und des Armreifs sind die Blind Spots aber stetig in Bewegung, Mikrofone könnten also höchstens Gesprächsfetzen aufzeichnen.

Im Armband sind neben den Transducern noch ein Mikrocontroller, eine Batterie und ein 3-Watt-Verstärker untergebracht. Entsprechend klobig ist das Gerät aktuell noch, unauffällig verwenden lässt es sich definitiv noch nicht. Wann und ob das Armband irgendwann auf den Markt kommt, ist aktuell noch nicht abzusehen.
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