Abo
  • Services:

Echo Sub und Alexa Multiroom im Test: Amazon braucht Nachhilfe von Sonos

Mit dem Echo Sub lässt sich bei Echo-Lautsprechern Tiefbass nachrüsten. Wir haben das Ganze mit alten und neuen Echo-Modellen ausprobiert. Leider ist Amazon die Umsetzung gründlich misslungen - es gibt zu viele Beschränkungen. Der Hersteller sollte unbedingt bei Sonos Nachhilfe nehmen.

Ein Test von veröffentlicht am
Amazons Echo Sub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Im Bassbereich sind Amazons Echo-Lautsprecher schwach. Diesen Nachteil sollen Kunden beseitigen können, indem sie sich den Echo Sub als Zubehör dazukaufen. Der Subwoofer wird dabei drahtlos über WLAN mit vorhandenen Echo-Lautsprechern verbunden, es muss also nur eine Steckdose in der Nähe des Echo Sub sein. Mehr Kabel sind also angenehmerweise nicht erforderlich.

Inhalt:
  1. Echo Sub und Alexa Multiroom im Test: Amazon braucht Nachhilfe von Sonos
  2. Wenn der Echo Sub stumm bleibt
  3. Spulen in Liedern nicht mehr möglich
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Obwohl Amazons Subwoofer die Bezeichnung Echo im Namen trägt, hat er keinerlei Mikrofone und kann nicht direkt mit Alexa verwendet werden. Das ist an sich auch sinnvoll, könnte aber für Neulinge durchaus verwirrend sein. Der Echo Sub kann ausschließlich mit Amazons eigenen Echo-Lautsprechern verbunden werden. Eine Kopplung mit einem Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller ist nicht möglich. Immerhin kann der Echo Sub auch mit älteren Echo-Modellen verwendet werden.

Nur zwei in Deutschland verfügbare Echo-Geräte sind mit dem Echo Sub nicht kompatibel: der Echo Dot der zweiten Generation und der Echo Spot. Dieser Schritt erscheint nur folgerichtig, weil beide Geräte einen so schlechten Klang haben, dass eine Kopplung eines Subwoofers wenig Sinn ergibt. Als Hintergrund: Der Echo Dot der ersten Generation wurde nie in Deutschland verkauft; hier kam gleich die zweite Generation auf den Markt.

Echo Sub funktioniert mit erstem Echo-Lautsprecher

Demzufolge kann der Echo Sub also auch mit dem ersten Echo-Lautsprecher genutzt werden - allerdings nur im Monobetrieb. Mit dem Echo der zweiten Generation und beiden Echo-Plus-Modellen sowie dem aktuellen Echo Dot lassen sich auch Stereopaare mit dem Sub einrichten, es kann also ein 2.1-System aufgebaut werden. Wer einen älteren Echo-Lautsprecher hat, kann sich durch den Kauf des Echo Sub ein Mehr an Bass verschaffen. Allerdings kommen dabei so viele Einschränkungen auf den Kunden zu, dass er sehr genau abwägen sollte, ob er diese Investition tätigen will.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Abstatt
  2. Dr. Kaiser Diamantwerkzeuge GmbH & Co KG, Celle

Wir haben den Echo Sub mit insgesamt sechs Echo-Geräten getestet. So haben wir ihn mit dem Echo der ersten Generation, dem aktuellen Echo Dot, dem aktuellen Echo Plus - auch als Stereopaar -, dem Echo Show der ersten Generation und dem neuen Echo Show verwendet. Wir haben alle Tests mit der Grundeinstellung des in den Lautsprechern mittlerweile enthaltenen Equalizers vorgenommen. In der Alexa-App kann der Klang in den Geräteeinstellungen des jeweiligen Lautsprechers angepasst werden. Alternativ dazu kann all das auch mit Sprachkommandos passieren, ein "Alexa, mehr Bass" erhöht die Bassintensität.

  • Amazons Echo Sub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Echo Sub hat hinten einen Verbindungsknopf und einen Stromanschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Amazons Echo Sub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Amazons Echo Sub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Echo Sub zusammen mit dem neuen Echo Plus (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der neue Echo Plus wird mit dem Echo Sub in der Alexa-App verbunden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Echo Sub zusammen mit dem neuen Echo Plus (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Dabei zeigten sich erstaunliche Unterschiede, was die Intensität des Bassbereichs angeht. Mit dem Echo der ersten Generation, dem Echo Dot und dem Echo Plus liefert der Echo Sub einen gut zum Klangbild passenden Tiefbass, der vor allem dann zum Tragen kommt, wenn besonders basslastige Musik gespielt wird. Das klare Klangbild der Lautsprecher sorgt dafür, dass Gesang auch mit aktiviertem Echo Sub weiterhin gut zu verstehen ist.

Bassintensität variiert abhängig vom verwendeten Echo-Lautsprecher

Ein ganz anderes Bild ergibt sich, wenn wir den Echo Sub mit dem Echo Show der ersten Generation oder dem neuen Echo Show verwenden: Hier regelt Amazon den Bass höher, so dass er die anderen Frequenzbereiche überdeckt. Die Verständlichkeit von Gesang leidet darunter. Hier kann durch Regeln des Equalizers nachjustiert werden, dann ist aber in jedem Fall mehr Nacharbeit notwendig.

  • Amazons Echo Sub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Echo Sub hat hinten einen Verbindungsknopf und einen Stromanschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Amazons Echo Sub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Amazons Echo Sub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Echo Sub zusammen mit dem neuen Echo Plus (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der neue Echo Plus wird mit dem Echo Sub in der Alexa-App verbunden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Amazons Echo Sub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Viele Echo-Lautsprecher liefern einen vergleichsweise klaren Klang, ihnen fehlt aber ein anständiger Mittenbereich. Das hat sich auch mit dem neuen Echo Plus nicht geändert. Amazon hat den Lautsprecher zwar klanglich verbessert, allerdings nicht im Mitten-, sondern im Bassbereich. Für Musikfreunde wäre es - in Anbetracht des Echo Sub - vorteilhafter gewesen, wenn Amazon den Echo Plus stattdessen im Mittenbereich aufgewertet hätte. Dann hätte es zumindest einen Echo-Lautsprecher gegeben, der den Tiefbass des Echo Sub so richtig ausreizen kann.

Das Problem sind die fehlenden Mitten

Denn im Klangtest müssen sich alle Kombinationen aus Echo-Lautprecher und Echo Sub gegen die klangliche Referenz bei smarten Lautsprechern geschlagen geben. Wir haben die Sets gegen Apples Homepod und der derzeitigen Klangreferenz bei kompakten smarten Lautsprechern antreten lassen, dem Link 500 von JBL. Im direkten Vergleich fällt sofort der fehlende Mittenbereich der Echo-Sets auf, auch wenn der Amazon-Subwoofer im Bassbereich viel zu bieten hat.

Noch größer wird der Abstand, wenn wir uns die Echo-Sets im Vergleich zu den Alexa-Soundbars von Polk und Sonos anhören. Die Command Bar von Polk ist ebenfalls mit einem externen Subwoofer ausgestattet, der einen tiefen, druckvollen und intensiven Bass liefert. Aber selbst die im Bassbereich deutlich schwächere Beam-Soundbar von Sonos deklassiert den Echo Sub, der mitunter bei bassintensiver Musik vernehmlich dröhnt, während die Beam-Soundbar hier einen klaren, satten Bass liefert, ohne zu dröhnen.

Im Rahmen des Echo-Sub-Tests sind wir auf viele ärgerliche und einige absonderliche Merkwürdigkeiten gestoßen.

Wenn der Echo Sub stumm bleibt 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,00€
  2. 56,99€
  3. 65,99€
  4. 54,99€

nixidee 12. Dez 2018

Die anderen Lösungen sind aber teurer und oder können weniger. Kannst dre auch den...

nixidee 12. Dez 2018

Zauberhardware check, Verschwörungstheorie check Kommt auch etwas konstruktives?

Astarioth 12. Dez 2018

Hier plärrt das eine Lied mal laut und das nächste flüsterleise aus den Lautsprechern. Es...

Pecker 12. Dez 2018

Weiß man ja vorher nicht. Die Echo Plus Lautsprecher ohne Sub klingen für sich genommen...

Pecker 12. Dez 2018

Ich habe das System schon 2 Monate im Einsatz und zufrieden bin ich nicht damit. Die...


Folgen Sie uns
       


Raytracing in Metro Exodus im Test

Wir schauen uns Raytracing in Metro Exodus genauer an.

Raytracing in Metro Exodus im Test Video aufrufen
Uploadfilter: Der Generalangriff auf das Web 2.0
Uploadfilter
Der Generalangriff auf das Web 2.0

Die EU-Urheberrechtsreform könnte Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten stark behindern. Die Verfechter von Uploadfiltern zeigen dabei ein Verständnis des Netzes, das mit der Realität wenig zu tun hat. Statt Lizenzen könnte es einen anderen Ausweg geben.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"
  2. EU-Urheberrecht Die verdorbene Reform
  3. Leistungsschutzrecht und Uploadfilter EU-Unterhändler einigen sich auf Urheberrechtsreform

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  2. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet
  3. Studie Passwortmanager hinterlassen Passwörter im Arbeitsspeicher

Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
Display-Technik
So funktionieren Micro-LEDs

Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
Von Mike Wobker

  1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

    •  /