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Echo-Lautsprecher: Amazon verbietet fast alle Werbung in Alexa-Skills

Amazon verhagelt Voice Labs das Geschäft. Das Startup wollte in Kürze Werbebotschaften in Alexa-Skills ermöglichen. Jetzt hat Amazon die Entwicklerrichtlinien diesbezüglich überarbeitet. Nur in wenigen Ausnahmen ist Werbung gestattet.

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Amazons Echo und Echo Dot laufen mit Alexa.
Amazons Echo und Echo Dot laufen mit Alexa. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Amazon hat die Richtlinien für die Zulassung von Alexa-Skills überarbeitet - vor allem im Bereich der Werbung. Damit reagiert Amazon auf die Pläne von Voice Labs, die mit Sponsored Messages innerhalb von Alexa-Skills Werbung ausspielen wollten. Ein bekannter Skills-Entwickler drohte mit der Abkehr von der Alexa-Plattform, falls er nicht bald mit seinen Skills und also durch Werbung Geld verdienen kann, um die Entwicklung zu finanzieren.

Wenige gestattete Werbeformate

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Amazon selbst sieht keine Notwendigkeit, Skills-Entwickler generell die Möglichkeit von Werbeeinnahmen zu erlauben. In den betreffenden Entwicklerunterlagen werden nur ganz wenige ausgewählte Werbeformen gestattet. Und keine davon geht in die Richtung, die sich Voice Labs vorgestellt hat.

Skills für Musik-Streaming, Radio-Streaming, Podcasts oder Tageszusammenfassungen können Werbung enthalten. Allerdings darf diese Werbung nicht von Alexa oder einer Alexa-ähnlichen Stimme vorgelesen werden. Die betreffende Werbung muss vorher aufgenommen worden und Bestandteil des betreffenden Dienstes sein.

Wenn also ein Radiosender Werbung ausstrahlt, kann diese auch über Alexa-Skills gehört werden. Gleiches gilt für Podcasts oder Werbung innerhalb von Tageszusammenfassungen. Wichtig dabei ist, dass die betreffende Werbung auch ausgespielt wird, wenn der Dienst über ein nicht Alexa-fähiges Gerät gehört wird. Die Werbung darf also nicht speziell an das Alexa-Skill angepasst sein.

Strenge Regeln für Skills mit Bestellmöglichkeit

Etwas anders ist es bei Skills, die zum Bestellen von Waren oder Dienstleistungen verwendet werden können. Dann dürfen sich darin Werbebotschaften zum eigenen Dienst befinden. Andere Produkte oder Dienste dürfen darüber allerdings nicht beworben werden. Das Skill für Mytaxis dürfte auf andere eigene Dienste hinweisen, aber nicht etwa Werbung für eine Getränkemarke oder eine bestimmte Süßspeise machen.

Von dem Werbeverbot ausgenommen sind auch Skills, die nur den Zweck haben, den Nutzer auf Angebote hinzuweisen, oder aber gezielt Werbung für ein bestimmtes Produkt machen. Wer also etwa das Skill des oft benutzten Supermarkts nutzt, erhält Informationen darüber, welche Produkte gerade im Angebot sind. Der Nutzer erfragt diese Angebote dann aber immer, und der Skill gibt die Angebote nicht von sich aus preis.

Missachtung kann zum Löschen des Skills führen

Hält sich ein Skill-Entwickler nicht an die von Amazon genannten Regeln, riskiert er, dass sein Skill entfernt wird, betont Amazon bei der Bekanntgabe der neuen Regelungen. Da Skills nur in der Cloud liegen und nicht lokal im Gerät gespeichert werden, würde das bedeuten, dass das betreffende Skill nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Nutzer können dann nicht mehr darauf zugreifen. Amazon bezieht sich nicht direkt auf die Ankündigung der Sponsored Messages von Voice Labs. Der geringe zeitliche Abstand deutet aber darauf hin, dass Amazon damit auf die Ankündigung reagiert.

Voice Labs begründete die Einführung von Sponsored Messages damit, dass viele Alexa-Entwickler die fehlenden Einnahmemöglichkeiten für Skills vermissen würden. Als prominentes Beispiel wurde Nick Schwab genannt, der seit Anfang 2016 Skills für Alexa entwickelt.

"Ich habe seit mehr als einem Jahr hart dafür gearbeitet, Alexa-Skills zu entwickeln", sagte Schwab. Er habe aber vermisst, damit auch Geld verdienen zu können. Aus der anfänglichen Begeisterung sei bald ein Teilzeitjob geworden. Falls er nicht bald damit Geld verdienen könne, müsse er "auf eine andere Plattform wechseln oder seine Skill-Entwicklung ganz einstellen".

Nachtrag vom 16. Juni 2017

Die Vermarktung von Sponsored Messages in Alexa-Skills wurde beendet. Voice Labs hat den Dienst eingestellt und reagiert damit auf die Änderung der Richtlinien für die Zulassung von Alexa-Skills durch Amazon.



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onek24 31. Mai 2017

Also immer wenn ich Radio höre, dann kommt sehr häufig Werbung. Und wenn ich mal fern...

Prinzeumel 23. Mai 2017

Dann was? Stand vorher in den Richtlinien drin das Änderungen erst demokratische Prozesse...

M.P. 23. Mai 2017

Alle Eltern sind Skills-Entwickler für ihre Kinder ;-)

M.P. 23. Mai 2017

Eben - und die Absicherung heißt dann "Plattformunabhängig programmieren", wobei GUI...

M.P. 22. Mai 2017

Mindestvoraussetzung für ein Heim-Automatisierungsgerät das ich kaufen würde ist, dass es...


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