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Echo: Die Marvel-Serie, die beinahe im Giftschrank gelandet wäre

Selten kommt es vor, aber manchmal schon: dass fertig produzierte Filme oder Serien nicht gezeigt werden. Bei Echo ist das offenbar anders.
/ Peter Osteried
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Alaqua Cox spielte schon in der Serie Hawkeye Echo. (Bild: Marvel Studios / Disney+)
Alaqua Cox spielte schon in der Serie Hawkeye Echo. Bild: Marvel Studios / Disney+

Die Marvel-Serie Echo soll am 29. November 2023 kommen - und zwar nur, weil der Autorenstreik den Nachschub an neuem Content hemmt, wie es gerüchteweise heißt(öffnet im neuen Fenster) . Im Produktionsprozess gab es anscheinend einige Schwierigkeiten - dennoch fand man es offenbar besser, lieber etwas Schlechtes als gar nichts zu haben. Ein Indiz dafür ist auch, dass dies die erste Marvel-Serie wird, die bei Disney+ nicht im wöchentlichen Rhythmus, sondern gleich komplett zum Bingen freigeschaltet wird.

Die Serie geht aus der Show Hawkeye(öffnet im neuen Fenster) hervor. Dort war Echo eine Hauptfigur, die erst für, dann gegen den Kingpin gearbeitet hat - eine Anti-Heldin, eine Schurkin, die sich rehabilitieren könnte, was wohl auch das Kernthema ihrer eigenen Serie ist. Alaqua Cox spielt die Hauptrolle, Vincent D'Onofrio ist als Kingpin dabei. Charlie Cox soll als Daredevil einen Auftritt in einer Folge haben.

Schon nach Hawkeye verstand niemand so recht, warum man bei Marvel entschied, ihr eine eigene Serie zu geben. Die Figur schlug keine Wellen, im Vergleich zur Comic-Version ist sie auch deutlich weniger beliebt. Die Serie erhielt dennoch grünes Licht.

Dann kamen die Probleme. Man hörte davon, dass Marvel-Studios-Präsident Kevin Feige von den ersten Schnittfassungen der Folgen entsetzt gewesen sei. Angeblich war die Serie in dieser Form nicht vorzeigbar.

So wurden Nachdrehs angesetzt und es wurde am Schnitt getüftelt. Aus ursprünglich acht Folgen sind so nun wohl sechs geworden - so ganz sicher ist das noch nicht. Ein erster Ausstrahlungstermin wurde einkassiert, ein zweiter folgte. Die Serie könnte nun das Marvel-Produkt sein, an dem das Publikum das geringste Interesse hat.


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