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Echo Connect im Test: Telefonieren mit Alexa-Lautsprecher macht so keinen Spaß

Klingt cool, ist es aber nicht: Die Festnetztelefoniebox Echo Connect macht Alexa-Lautsprecher zum Telefon. Die Box wird auf Amazons eigener Plattform von Kunden ungewöhnlich schlecht bewertet - unser Test zeigt, warum.

Ein Test von veröffentlicht am
Amazons Echo Connect funktioniert mit Echo-Lautsprechern.
Amazons Echo Connect funktioniert mit Echo-Lautsprechern. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)

Es macht ein bisschen den Eindruck, als schäme sich Amazon selbst etwas für Echo Connect. Wenn wir "Echo Connect" als Suchanfrage auf der Amazon-Homepage eingeben, wird er uns nicht einmal auf der fünften und sechsten Seite als Suchergebnis angezeigt - ganz anders als bei anderen Echo-Produkten.

Inhalt:
  1. Echo Connect im Test: Telefonieren mit Alexa-Lautsprecher macht so keinen Spaß
  2. Echo Connect wirkt unfertig
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Warum das so sein könnte, ahnen wir beim Testen von Echo Connect rasch. Die Festnetztelefonbox ergänzt die internen Funktionen des Sprachassistenten Alexa und ermöglicht es, Echo-Lautsprecher als Telefonersatz zu nutzen, indem die Festnetzleitung für Anrufe verwendet wird. Allerdings stoßen wir auf viele Probleme - und einige davon deuten darauf hin, dass die Entwicklung des Produkts wohl noch nicht richtig abgeschlossen ist. Denn bei einem Echo-Zubehör wie dem Connect geht es auch darum, wie gut das Gerät in das Alexa-Ökosystem eingebunden ist. Und hier schwächelt das System zum Teil erheblich.

Echo Connect funktioniert am Festnetzanschluss

Dass auch viele Käufer diesen Eindruck haben, davon zeugen die vielen Ein-Sterne-Bewertungen. Von insgesamt 309 Rezensenten haben 76 nur einen Stern vergeben, je 58 haben zwei und vier Sterne vergeben. Auf drei Sterne entfallen 37 Rezensionen. So ein hoher Anteil negativer Bewertungen ist bei Amazons eigenen Produkten nicht üblich.

  • Amazons Echo Connect (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Amazons Echo Connect (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Amazons Echo Connect (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Amazons Echo Connect (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Amazons Echo Connect (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Amazons Echo Connect (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
Amazons Echo Connect (Bild: Anna Benavente/Golem.de)

Der Echo Connect wird per Kabel an den analogen Anschluss eines Routers gehängt, damit Nutzer mit einem normalen Echo-Lautsprecher über die Festnetzleitung telefonieren können. Außer mit dem Router muss Echo Connect auch mit dem heimischen WLAN verbunden werden. Bei uns klappt das, aber andere Käufer beklagen sich in den Rezensionen auf Amazon.de, dass es dabei erhebliche Probleme gegeben habe. Leider hat Echo Connect keine Ethernet-Buchse. Das Gerät muss sich aufgrund des Telefonkabels ohnehin in der Nähe des Routers befinden, so dass ein Anschluss über ein Netzwerkkabel naheliegend wäre.

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Wenn Echo Connect das erste Mal mit dem Internet verbunden ist, wird zunächst ein Firmware-Update eingespielt. Danach muss die Box als Telefoniegerät im Router eingerichtet werden. In der Anleitung wird das nicht näher beschrieben, dabei wäre es sicherlich für einige Käufer eine Hilfe, wenn einige Beispielkonfigurationen erklärt würden.

Wir verbinden den Echo Connect mit einer Fritzbox 7490 und testen es an einem Telekom-Festnetzanschluss. Nachdem wir in der Fritzbox Echo Connect als neues Telefoniegerät eingerichtet haben, können wir sofort Anrufe an den vorhandenen Echo-Lautsprechern entgegennehmen und auch führen.

Die Sache mit den Kontakten

Die Alexa-App kann das komplette Adressbuch des Smartphones auf die Amazon-Server laden, damit die Kontakte mit Echo Connect verwendet werden können. Der Echo Connect kann aber nicht auf das Telefonbuch der Fritzbox zugreifen und kennt auch keine Möglichkeit, dieses direkt zu importieren. Neue Kontakte lassen sich zudem manuell eingeben. Diesen Weg ziehen wir vor, weil wir nicht wollen, dass das komplette Smartphone-Adressbuch in das Alexa-Konto integriert wird, um nicht unnötig viele Kontakte im Alexa-Konto zu haben, die wir darüber ohnehin nicht anrufen würden.

Die Eingabe neuer Kontakte verursacht gleich die ersten Probleme. In der Alexa-App lassen sich neue Kontakte eingeben - das sollten Nutzer derzeit aber meiden. Denn dabei werden die Rufnummern eines Kontakts nicht korrekt zugeordnet. Die Rufnummern sind weder als beruflich, Handy noch privat gekennzeichnet. In der App ist dieser Fehler nicht ersichtlich. Das führt dann später dazu, dass diese Kontakte nur mühsam oder gar nicht korrekt angerufen werden können. Daher raten wir derzeit dazu, neue Kontakte über alexa.amazon.de im Browser anzulegen - oder zumindest alle hinterlegten Kontakte dort noch einmal auf eine korrekte Zuweisung hin zu überprüfen.

Echo Connect ist ein Zubehör für Echo-Lautsprecher. Mit Alexa-Lautsprechern anderer Hersteller funktioniert es nicht. Wir haben es testweise mit verschiedenen Alexa-Lautsprechern anderer Hersteller wie etwa Sonos probiert und können bestätigen, dass damit keine Anrufe über Echo Connect möglich sind.

Angerufene sind frustriert

Ist die Box eingerichtet, kann jeder Echo-Lautsprecher als Freisprecheinrichtung genutzt werden. Wir hatten gehofft, dass die guten Echo-Mikrofone eine bessere Sprachqualität erreichen als ein klassisches Telefon mit aktivierter Freisprechfunktion. Dem ist aber nicht so - am anderen Ende eines Echo-Lautsprechers hört es sich genauso an, als würden wir mit einer Freisprechfunktion telefonieren. Für den Angerufenen ist die Sprachqualität also viel schlechter als etwa mit einem normalen DECT-Telefon ohne aktiviertes Freisprechen.

Aufseiten des Echo-Lautsprechers ist die Sprachqualität immerhin gut - sofern auf der anderen Seite nicht auch ein Echo Connect verwendet wird. Die bescheidene Sprachqualität bei den Angerufenen führt jedoch dazu, dass wir Echo Connect ruhigen Gewissens nur für kurze Telefonate nutzen können. Für längere Anrufe greifen wir zur Schonung unseres Gesprächspartners lieber zum klassischen DECT-Telefon.

Wenigstens das Annehmen eingehender Anrufe ist sehr bequem. Der Echo-Lautsprecher zeigt einen Anruf mit einem grünen Leuchtring an und sagt den Namen des Anrufers an, sofern der Kontakt im Alexa-Telefonbuch hinterlegt ist. Auf Echo-Geräten mit Display schaltet sich das Display an und zeigt den Anrufer an. Etwas Vergleichbares zum grünen Leuchtring gibt es bei diesen Geräten nicht.

Die Ansage des Namens funktioniert nur, wenn der Kontakt im Alexa-Adressbuch enthalten ist. Ansonsten wird die Rufnummer angesagt oder im Fall eines Echo-Geräts mit Display auf dem Bildschirm angezeigt. Dann genügt ein einfaches "Alexa, Anruf annehmen" und schon können wir mit der Person auf der anderen Seite sprechen, ohne einen Finger rühren zu müssen.

Ganz so unkompliziert gestaltet sich das Anrufen leider nicht.

Echo Connect wirkt unfertig 
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lottikarotti 01. Feb 2019

Also unser "Großer" (der ist aktuell 5) will schon ab und zu allein daheim bleiben...

Freelancer2 25. Jan 2019

Abolute Zustimmung, dass Whats App / Facbook meine Daten über die Handy anderer bekommt...

SpaceReptile 24. Jan 2019

man kann sogar damit ins festnetz telefonieren, mit super sprachqualität und im ganzen...

Michael H. 22. Jan 2019

Als jemand der doch recht häufig mit TK Anlagen konfrontiert ist, wenn auch widerwillig...

Niaxa 22. Jan 2019

Ähm du weist schon, das man unter Alexageräten hin und her telefonieren kann und da ist...


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